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Die Silvesterbilanz des Polizeipräsidiums Reutlingen

In der Nacht zum Jahreswechsel waren im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen knapp 400 Einsätze zu verzeichnen.

China-Böller
Knallkörper der Klasse 2: Möglichst laut soll es sein. Foto: Marc Müller
Knallkörper der Klasse 2: Möglichst laut soll es sein. Foto: Marc Müller

REUTLINGEN. Überwiegend  handelte es sich um Schlägereien, Sachbeschädigungen durch Feuerwerk, alkoholisierte Personen, Verstöße gegen das Waffengesetz durch unerlaubtes Führen von Schreckschusswaffen und Brände. Hierbei wurden zum Großteil Mülleimer und Container für Altkleider und Papier zerstört, in einem Fall wurde ein Briefkasten durch einen Böller gesprengt. Insgesamt wurden der Polizei zwei Vorfälle bekannt, bei welchen Personen durch Feuerwerkskörper verletzt wurden.

Am Silvesternachmittag ist es im Reutlinger Ortsteil Betzingen zu einem verbalen Streit zwischen einem 18-Jährigen und einem 20-jährigen Mann gekommen. Dieser eskalierte in den Abendstunden im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses, woran insgesamt vier Personen beteiligt waren und gegenseitig auf sich einschlugen. Alle Beteiligten wurden verletzt.

In Ofterdingen kam es um Mitternacht, nachdem in der Straße »Weiherrain« eine Hausfassade samt Rolladen durch Feuerwerkskörper beschädigt wurde, im nahegelegenen Jugendclub zu einer Schlägerei.

Drei der vier beteiligten Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren zogen sich leichtere Verletzungen zu. Ein 20-Jähriger musste in einer Klinik medizinisch versorgt werden. Bei der Anzeigenaufnahme stellte sich heraus, dass zuvor mit Schreckschusswaffen geschossen worden war. An Ort und Stelle wurde eine Schreckschußwaffe aufgefunden.  Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung beim 25-jährigen Delinquenten wurden zwei weitere Schreckschusswaffen samt Muniton sowie Betäubungsmittel in einer Kleinstmenge aufgefunden und beschlagnahmt.

Zwei Bewohner konnten in der Tübinger Schwabstraße um 02.50 Uhr das Haus unverletzt verlassen, nachdem ein angrenzender Holzschuppen in Brand geraten war. Der Sachschaden wurde auf 35.000 Euro geschätzt, die Brandursache ist noch unklar. Vermutlich durch eine abgefeuerte Silvesterrakete wurden Möbel auf einem Balkon am Egeriaplatz um Mitternacht in Brand gesetzt. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 5.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt. (pol)