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Wohnraum: Barbara Bosch beklagt Auflagen des Bundes

Wer derzeit eine Wohnung sucht, ist nicht zu beneiden - vor allem in den Großstädten gestaltet sich die Suche durchaus schwierig. Eine hohe Nachfrage bringt hohe Preise mit sich. Arm und Reich wohnen dadurch immer weiter voneinander entfernt. Zwar boomt der Wohnungsbau - doch bei Weitem nicht in ausreichendem Maße.

Wohnungsbau
Zwei Arbeiter auf einer Baustelle in Hessen. Foto: Roland Holschneider
Zwei Arbeiter auf einer Baustelle in Hessen. Foto: Roland Holschneider

BADEN-BADEN. Seit 1990 ist der Bestand an Sozialwohnungen um 60 Prozent gesunken. Insgesamt werden pro Jahr 70.000 Wohnungen zu wenig gebaut. Die Baukosten steigen hingegen auch aufgrund staatlicher Auflagen. Spekulanten treiben Immobilienpreise und Mieten ins Unermessliche - und langjährige Mieter sind mit den Nerven am Ende, weil sie nach einer Komplettsanierung ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Wohnen wird immer mehr zur existenziellen Frage. Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im »Nachtcafé: Wohnung verzweifelt gesucht« am Freitag, 21. September, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Zu den Gästen gehört auch Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Sie beklagt besonders die Auflagen des Bundes. Starke Nachfrage, hohe Mieten - so ist die Situation nicht nur in den Metropolen, sondern auch im Umland. Auch in Reutlingen, 40 Kilometer von Stuttgart entfernt, ist die Wohnungslage angespannt. Barbara Bosch ist dort seit 15 Jahren Rathauschefin und kennt die Nöte der Bürger - aber auch die Schwierigkeiten und Hürden, für mehr Wohnraum zu sorgen: »Es gibt viele Auflagen zu beachten, die der Bund vorgibt.« (dpa)