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Aktuell Sanierung

Viel Geld von Bund und Land ist in die Reutlinger Altstadt geflossen

Beliebt: der Weibermarkt.  FOTO: STADT
Beliebt: der Weibermarkt. FOTO: STADT
Beliebt: der Weibermarkt. FOTO: STADT

REUTLINGEN. Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme »Altstadt« in Reutlingen ist »erfolgreich abgeschlossen«. Mit rund 10,65 Millionen Euro Finanzhilfen – darunter rund 6,9 Millionen Euro vom Bund – habe das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau die Sanierung gefördert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Reutlingen sei ein »hervorragendes Beispiel« dafür, wie eine Stadt und ihre Bürger von der Städtebauförderung profitierten. »Die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der historischen Altstadt konnte erheblich verbessert werden«, erklärte Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Solche Förderprogramme würden helfen, Quartiere aufzuwerten, Brachflächen neu zu nutzen oder Wohnraum zu schaffen. Zudem löse jeder Fördereuro in der Regel bis zu acht weitere an Folgeinvestitionen aus, wovon ganz besonders das heimische Handwerk profitiere. »In Reutlingen waren es sogar bis zu 13 Euro.«

Von großer Bedeutung seien hier der Neubau der Stadthalle und die Gestaltung des Bürgerparks gewesen. Bei der Stadthalle wurden im Rahmen des Bund-Länder-Investitionspakts »Soziale Integration im Quartier« zudem der Jugendtreffpunkt Café Gerber am Gerbersteg eingerichtet und in der Pfäfflinshofstraße ein Spielplatz geschaffen.

Für diese beiden SIQ-Projekte flossen zusätzlich insgesamt rund 100 000 Euro Landes- und Bundesfinanzhilfen. Von der Sanierung der Wilhelmstraße bis hin zur Neugestaltung von Weibermarkt und Marienkirchen-Areal seien viele Projekte unterstützt worden.

Zahlreiche private Gebäudeeigentümer nutzten die Chance und modernisierten ihre Gebäude. Insgesamt entstanden so im Rahmen der Sanierung 45 neue Wohnungen durch Umnutzung und Aktivierung von Leerständen. 68 wurden modernisiert. In Reutlingen läuft derzeit noch das Sanierungsgebiet »Quartier Oberamteistraße«, für das noch Mittel in Höhe von rund 2,46 Millionen Euro zum Abruf bereitstehen.

Ergänzend zu den baulichen Investitionen wird im Sanierungsgebiet mit 47 520 Euro aus Mitteln der nichtinvestiven Städtebauförderung noch eine zusätzliche Küchen- und Servicekraft zur Ergänzung des pädagogischen Personals im Jugendtreffpunkt Café Geber gefördert. Das NIS-Projekt läuft noch bis 2021 weiter. (eg/GEA)