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Vergewaltigungsprozess: Angeklagter Ex-Reutlinger streitet Vorwürfe ab

Ein 30-jähriger Ex-Reutlinger soll seine Freundin mehrmals vergewaltigt haben. Zu Prozessbeginn in Tübingen stritt der Angeklagte die Vorwürfe ab und behauptete, alle sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen.

Foto: dpa
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REUTLINGEN/TÜBINGEN. Weil er seine Freundin mehrmals zum Sex gezwungen haben soll, muss sich seit Donnerstag ein 30-jähriger Mann aus Albstadt, der früher in Reutlingen gelebt  hat, vor der 2. Großen Strafkammer des Tübinger Landgerichts verantworten. Neben Vergewaltigung wirft ihm die Staatsanwaltschaft auch Nötigung und Körperverletzung vor. Der Angeklagte stritt gestern die Vorwürfe ab.

Anfangs handelte es sich offenbar um eine glückliche Beziehung. Aus ihr gingen immerhin zwei Kinder hervor. Aber vor allem wegen finanzieller Meinungsverschiedenheiten lebte sich das Paar immer mehr auseinander. Endlich in die Brüche ging die Beziehung, als die Frau einen neuen Liebhaber hatte. Trotzdem traf sich das Paar noch regelmäßig. In dieser Zeit bis zum August 2019 soll der Angeklagte laut Anklage dann seine Freundin mehrmals zum Sex gezwungen haben.

Vor Gericht schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Er ließ aber seinen Verteidiger Benjamin Fischer eine Erklärung verlesen. Darin wies der Angeklagte alle Anschuldigungen zurück. Es sei nichts gegen den Willen der Frau geschehen. Von seiner Seite aus habe es keine aggressiven Handlungen gegeben.  

Der Prozess geht kommende Woche weiter. Bereits dann soll es ein Urteil geben. (GEA)