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Sprengstoffattrappe: Polizei räumt in Reutlingen Supermarkt

Auf einem benachbarten Grundstück eines Edeka-Markts in der August-Lämmle-Straße muss ein verdächtiges Päckchen kontrolliert gesprengt werden. Die mutmaßlichen Täter sind gefasst.

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Polizei. Foto: Stefan Sauer/Archiv
Polizei. Foto: Stefan Sauer/Archiv

REUTLINGEN. Aufregung hat am Freitagnachmittag in einem Reutlinger Edeka-Markt geherrscht: Der Laden musste für 45 Minuten geräumt werden, da ein verdächtigtes Päcken auf einem benachbarten Grundstück gefunden worden war, das Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts schließlich kontrolliert sprengten.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Kriminalkommissariats Reutlingen stehen zwei Männer im Alter von 36 und 41 Jahren in Verdacht, bereits am Donnerstag einen ihnen bekannten 65-Jährigen mit einer Sprengattrappe bedroht zu haben. Außerdem soll der 41-jährige den Geschädigten geschlagen haben. So sollen sich die beiden Tatverdächtigen am Donnerstagvormittag zur Wohnanschrift des 65-Jährigen in der August-Lämmle-Straße begeben und eine Sprengattrappe in dessen Briefkasten geworfen haben. Nach Öffnung des Briefes durch Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg stellte sich der Inhalt als ungefährlich heraus.

Am selben Tag, gegen 22 Uhr, kehrten offenbar dieselben Männer an die Örtlichkeit zurück. Dabei soll das Opfer von dem älteren der Täter mit einem Messer bedroht und geschlagen worden sein. Durch eine alarmierte Streifenbesatzung des Polizeireviers Reutlingen wurden die beiden Tatverdächtigen noch vor Ort vorläufig festgenommen. Die Durchsuchung der Männer sowie des von ihnen mitgeführten Pkw führte neben dem Auffinden des mutmaßlichen Tatmessers auch zur Beschlagnahme möglicher Bauteile der Sprengattrappe.

Am Freitagmittag wurde auf dem Grundstück des 65-Jährigen ein weiterer sprengstoffverdächtiger Gegenstand aufgefunden, der dann zur vorrübergehenden Sperrung des Supermarktes führt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Männer im Laufe des Freitags wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie erwarten nun mehrere Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Reutlingen zum Tathergang und den Hintergründen, die nach derzeitigem Ermittlungsstand in zurückliegenden Geschäftsbeziehungen des Opfers begründet sein dürften, dauern an. (pol)