REUTLINGEN. Ein Hauch von Sekt lag in der Luft des Foyers im Haus der Volkshochschule, als am Mittwochabend mit Dr. Ulrich Bausch ein Mann verabschiedet wurde, dessen Arbeit allseits gewürdigte Spuren hinterlassen hat. 28 Jahre lang hat Bausch die Geschicke der VHS gelenkt. Unter seiner Leitung wuchsen die Einrichtungen unter dem Dach des Vereins für Volksbildung zu einem der größten und innovativsten Bildungszentren Deutschlands, was möglicherweise manchen Reutlingern kaum bewusst ist - wohl aber den Festgästen der Abschiedsparty.
Von Landesverkehrsminister Winfried Hermann über Landrat Dr. Ulrich Fiedler, Oberbürgermeister Thomas Keck und weiteren Bürgermeistern der Stadt inklusive der ehemaligen OB Barbara Bosch sind ganz viele prominente und kreative Menschen gekommen, um Dankeschön zu sagen. Zwar ist die Rednerliste sehr lang, aber im Gegensatz zu anderen solchen Veranstaltungen ist da jede Menge echte menschliche Wärme in den Reden zu spüren. Mancher spricht vom »lieben Uli«. Sein Nachfolger Dr. Philipp Marquardt bringt auf den Punkt, was Bausch immer gelebt hat: »Bildung ist die Basis für Demokratie«. Dementsprechend sei die VHS immer für alle da und offen.
Oberbürgermeister Thomas Keck trifft den Nagel mit seiner Feststellung auf den Kopf, alle Verdienste Bauschs zu erwähnen, würde den Zeitrahmen des Abends sprengen. Er würdigt das Lebenswerk des Geschäftsführers zusammenfassend »unsere VHS ist mit ihren vielen Einrichtungen ganz besonders«, und gibt ein Versprechen ab: »Die Stadt steht auch in finanziell schwierigen Zeiten an der Seite von VHS und Musikschule«. Dann überreicht er Bausch die Bürgermedaille mit wirklich warmherzigen Worten: »Genieße deine freie Zeit«. (GEA)


