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Aktuell Geschichte

Ohne die Staufer keine Reichsstadt Reutlingen

An bedeutenden Stätten, die an die glanzvolle Zeit der Staufer-Dynastie im 12./13. Jahrhundert erinnern, werden seit dem Jahr 2000 Gedenkstelen aufgestellt. Reutlingen ist die 38. Station dieses europäischen Netzwerks. Am Freitag wurde die Stauferstele an der Zeughausstraße nahe der mittelalterlichen Stadtbefestigung feierlich enthüllt.

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Nach der Enthüllung: Die Stauferstele an der Stadtmauer erinnert an die Gründung Reutlingens unter dem Stauferkaiser Friedrich II.. Foto: Jürgen Meyer
Nach der Enthüllung: Die Stauferstele an der Stadtmauer erinnert an die Gründung Reutlingens unter dem Stauferkaiser Friedrich II..
Foto: Jürgen Meyer

REUTLINGEN. Ein Jahrhundert lang prägte die Dynastie der Staufer das europäische Mittelalter wie keine zweite. Die aus dem Göppinger Albvorland stammende Familie stellte Herzöge, Könige und Kaiser. Barbarossa und sein Enkel Friedrich II. sind die herausragenden Vertreter dieses schwäbisch-europäischen Adelsgeschlechts. Sie förderten die Kultur und gründeten Städte. Reutlingen verdankt ihnen das Marktrecht und die Stadtgründung.

Als Staufer-Gegner an Pfingsten 1247 erfolglos gegen die neu errichtete Stadtmauer anliefen, bauten die Bürger zum Dank für die missglückte Belagerung die Marienkirche. Eine Nachbildung des erbeuteten Ramm- und Sturmbocks der Staufer-Gegner liegt heute an der Kirchenaußenwand.

Mit der 2,75 Meter hohen und 4,5 Tonnen schweren oktogonalen Stele, geschaffen vom Bildhauer Markus Wolf, erinnert das »Komitee der Stauferfreunde« an den Gründer der Reichsstadt.

Ermöglicht haben das Projekt Dr. Detlef und Dr. Lothar Guhl, die Söhne des 2008 verstorbenen Karl Guhl. Er war von 1968 bis 1984 Erster Bürgermeister und trieb die Erweiterung des Stadtgebiets durch Eingemeindungen voran. (GEA)