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Ohne abgerissenen Steg: So kommen Reutlinger Schüler über die Konrad-Adenauer-Straße

Seit etwas mehr als einer Woche ist der Fußgängersteg an der Reutlinger Stadthalle Geschichte. Am ersten Schultag nach den Herbstferien gab es drei erste Erkenntnisse zur Überquerung der Konrad-Adenauer-Straße.

Wer losläuft, kurz bevor die Fußgängerampel auf Rot schaltet, schafft es nicht während der Grünphase auf die andere Seite. Diese
Wer losläuft, kurz bevor die Fußgängerampel auf Rot schaltet, schafft es nicht während der Grünphase auf die andere Seite. Dieses Problem gibt’s beim Eichendorff-Steg nicht. FOTOS: DÖRR Foto: Andreas Dörr
Wer losläuft, kurz bevor die Fußgängerampel auf Rot schaltet, schafft es nicht während der Grünphase auf die andere Seite. Dieses Problem gibt’s beim Eichendorff-Steg nicht. FOTOS: DÖRR
Foto: Andreas Dörr

REUTLINGEN. Nach einer Woche Herbstferien ging’s gestern wieder in die Schule. Etwas mehr als eine Woche zuvor war der Steg über die Konrad-Adenauer-Straße abgerissen worden. Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums, der Eichendorff-Realschule und der Freien Georgenschule müssen somit bis zum Bau des vom Gemeinderat abgesegneten ebenerdigen Überwegs für Fußgänger und Radfahrer die vorhandene Querung bei der GWG oder den Steg bei der Eichendorff-Realschule nutzen – so sie nicht über die Pomologie zur Schule kommen. Drei erste Erkenntnisse des ersten Schultages (ohne ihnen Allgemeingültigkeit beimessen zu wollen).

Die Schüler queren die viel befahrene Bundesstraße offensichtlich weitaus disziplinierter als von Eltern befürchtet. Selbst zur Stoßzeit zwischen 11.45 und 13.15 Uhr gab’s so gut wie kein Gerenne über rote Fußgängerampeln. Kritisch wurde es dann, wenn ein ganzer Pulk Schüler auf einmal die Straße überqueren wollte. Wenn die Letzten aus der Gruppe losliefen, schaltete die Ampel bereits von Grün auf Rot. Zweite Erkenntnis: Der Fußgängersteg bei der Eichendorff-Realschule wird mehr frequentiert als gedacht. Vor allem nach Ende der 6. Stunde kurz vor 13 Uhr waren es zwei-, dreihundert Schüler, die diese Querung der ebenerdigen vorzogen.

Außerhalb der Stoßzeiten wurde der Steg allerdings kaum genützt. Dass längst nicht alle Schüler einen Mund-Nasen-Schutz trugen, als sie in Gruppen dicht an dicht in die Mittagspause oder nach Hause gingen, steht auf einem anderen Blatt. Dritte Erkenntnis: Es waren Erwachsene, die die vierspurige Alteburgstraße auf Höhe des Pizzeria-Eiscafés Soravia im Laufschritt überquert haben – obwohl ein paar Meter weiter ein Fußgängerüberweg ist. (GEA)