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Hochschule Reutlingen erweitert wegen Corona ihr Prüfungsangebot

Nach den Diskussionen über Präsenzpflicht erweiterte die Hochschule Reutlingen ihr Prüfungsangebot. Online-Prüfungen und Zweittermine

Gemeindeverwaltung hat mit der Versendung an die Einwohner von Walddorfhäslach begonnen. FOTO: RUMPENHORST/DPA
FFP2-Maske: Nur echt mit gültigem CE-Zeichen und Zertifikatsnummer. FOTO: RUMPENHORST/DPA
FFP2-Maske: Nur echt mit gültigem CE-Zeichen und Zertifikatsnummer. FOTO: RUMPENHORST/DPA

REUTLINGEN. Nach eingehender Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Studierendenschaft hat die Leitung der Hochschule Reutlingen beschlossen, ihr Prüfungsangebot zu ergänzen. Dies bedeute einen erheblichen Kraftakt für die Hochschule, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit diesem Angebot erhalten die Studierenden eine zusätzliche Möglichkeit, das Wintersemester 2020/2021 auch unter Pandemie-Bedingungen regulär abzuschließen.

Ambivalente Meinungen

In den letzten Tagen erreichten die Hochschule Reutlingen ambivalente Meinungen zum Thema Präsenzprüfungen – »von der eindringlichen Bitte, diese durchzuführen, bis hin zur Aufforderung, die Präsenzprüfungen wegen eines erhöhten Infektionsrisikos zu verschieben«. Wie der GEA berichtet hat, haben mehrere Hundert Studierende eine Onlinepetition unterzeichnet, in der Online- statt Präsenzprüfungen gefordert wurden. Am vergangenen Wochenende hat ein mobiles Einsatzteam rund 70 Studierende auf freiwilliger Basis getestet, nachdem mehrere Corona-Infektionen in Wohnheimen bekannt geworden waren. Die Hochschule beobachte seit Beginn der Pandemie die aktuelle Lage sehr genau und wäge einzuleitende Maßnahmen und ihre Folgen immer gründlich ab, schreibt Gundula Vogel, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation der Presse. In Bezug auf Prüfungen handle die Hochschule auf Grundlage des aktuellen Regelwerkes, das besagt, dass diese in Präsenz weiterhin durchgeführt werden können.

Nach eingehender Diskussion des Präsidiums mit den Dekanen und Vertreterinnen und Vertretern der Studierendenschaft seien alle zu einer gemeinsamen Entscheidung gekommen, die beiden Argumentationslinien Rechnung trage. Für die Hochschule ist dies ein enormer Kraftakt, denn sofern möglich, werden Prüfungen in rechtlich zulässigen alternativen Formaten wie beispielsweise als mündliche Online-Prüfungen, Referate, Haus-/Projektarbeiten oder »Take Home Exams« nicht in Präsenz durchgeführt. Für diese Prüfungsformen wird es keinen Zweittermin geben.

Für alle verbleibenden Präsenzprüfungen wird in den ersten Wochen des Sommersemesters 2021 erneut ein Termin im Frühjahr angeboten. Der genaue Prüfungstermin wird noch bekannt gegeben. Für die Präsenzprüfungen gilt, dass Studierende die Klausuren entweder in der jetzt anstehenden Prüfungsphase oder in der noch bekannt zu gebenden zweiten Prüfungsphase schreiben können. Somit haben die Studierenden die Möglichkeit, sich den Termin auszusuchen, wann sie die Prüfungen einmalig ablegen wollen.

Strenges Hygienekonzept

Ausnahmsweise können Studierende ihre Prüfungen auch ganz in das Sommersemester verschieben, ohne dass dies Auswirkungen auf die Studienregelzeit hätte. Die Präsenzprüfungen werden nach den Worten von Gundula Vogel unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts durchgeführt. Mit diesem sehr umfassenden Angebot stelle die Hochschule sicher, dass alle Studierenden ihre Prüfungen im Wintersemester 2020/2021 ablegen können, die Anzahl der Prüflinge auf zwei Prüfungszeiträume verteilt wird und die Prüfungsräume nicht voll ausgelastet werden. Auch die Prüfungsaufsichten müssen weniger Studierende betreuen und somit minimiert sich das Infektionsrisiko für alle Beteiligten. (eg/GEA)