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»Fridays for Future« fordert klimaneutrales Reutlingen

Die Jugendlichen auf dem Weg zum Rathaus um dort mit einer Menschenkette unter anderem Klimaneutralität für die Stadt zu fordern
Die Jugendlichen auf dem Weg zum Rathaus um dort mit einer Menschenkette unter anderem Klimaneutralität für die Stadt zu fordern. Foto: Anne Leipold
Die Jugendlichen auf dem Weg zum Rathaus um dort mit einer Menschenkette unter anderem Klimaneutralität für die Stadt zu fordern.
Foto: Anne Leipold

REUTLINGEN. »Reutlingen klimaneutral« skandieren rund 200 Menschen, die am Freitagnachmittag das Rathaus umstellt haben. Mit rot-weißem Absperrband in den Händen bilden sie eine Menschenkette. Blaue Kreidekreuze auf dem grauen Asphalt geben den Abstand zwischen ihnen vor. »Wir sind hier und wir sind viele, haltet euch an Klimaziele«, rufen Jung und Alt. Fridays for Future ist zurück. Und zwar lautstark. Dazu gehörte vor allem die Kundgebung vor der Stadthalle.

Zum Klimastreik wurde weltweit zum fünften Mal aufgerufen, dieses Mal unter dem Motto »Kein Grad weiter – die Energiewende muss jetzt kommen!«. In 2300 Orten gingen laut Sophia Wüsteney von »Fridays for Future Reutlingen« die Jugendlichen wieder auf die Straße, davon lagen 450 in Deutschland, einer davon wiederum war Reutlingen. Dort waren auch die Parents for Future dabei, die für den Umstieg auf Stromanbieter warben, die keine fossilen Energieträger zulassen. Zudem waren verschiedene Umweltorganisationen sowie die Stadtbibliothek Reutlingen mit Infoständen vor Ort.

Gemeinsam forderten sie laut mehr Bewegung in  der Politik. An diesem Tag war es konkret das Erreichen des 1,5 Grad Ziels, das im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegt wurde. »Das ist die allerwichtigste Forderung, im Moment rasen wir auf drei bis fünf Grad zu«, machte sie deutlich. Weitere Forderungen: Bereits 2030 aus der Kohle aussteigen, bis 2035 soll Deutschland klimaneutral sein. Nur so könne das Pariser Klimaschutzabkommen eingehalten werden. »Es ist an der Zeit die Klimakrise wie eine Krise zu behandeln, wir haben nur zehn Jahre Zeit, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten«, betonte Wüsteney. (GEA)

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