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Aktuell Volkshochschule

Die VHS Reutlingen legt nachhaltiges Heft und reichhaltiges Angebot vor

Frühjahr/Sommer-Programm mit Schwerpunktthema »Sonne, Mond und Sterne«. 1.845 Kurse werden angeboten.

Das neue Porgrammheft der VHS Reutlingen. Foto: Ralf Rittgeroth
Das neue Porgrammheft der VHS Reutlingen.
Foto: Ralf Rittgeroth

REUTLINGEN. Das Frühjahr/Sommer-Programm der Reutlinger Volkshochschule will zum Träumen anregen: »Sonne, Mond und Sterne« lautet das Schwerpunktthema. Im Mittelpunkt stehen unter anderem naturwissenschaftliche und philosophische Aspekte aus den unendlichen Weiten des Weltalls – aber auch Einblicke in die »Sternenküche« und in Ausbildungsbereiche, damit die Kursteilnehmer beruflich nach den Sternen greifen können. Das Heft listet 1 845 Kurse und Veranstaltungen, ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren, sagt Stefan Junger, zuständig bei der VHS für die Öffentlichkeitsarbeit. Der Unterschied: Der Umfang von 68 Seiten ist um ein Drittel geringer, weil die VHS damit einen Beitrag leisten will, Ressourcen zu schonen.

Diesem Ansatz entsprechend geht es in der Nachhaltigkeitsakademie um Ansätze für nachhaltige Ernährungswege zwischen Stadt und Land und um den sozialökologischen Fußabdruck der Ernährungsweise. Hinzu kommen Workshops zum klimagerechten Handeln, sagt Fachbereichsleiterin Irene Karki. Eine historische Betrachtung des Kalenders und eine Analyse, welche Bedeutung Sonne, Mond und Sterne bei den Kelten, den Germanen oder im Orient hatten, steht am 13. April auf der Tagesordnung. Auch Veranstaltungen im Bereich Umwelt sind prominent dabei: Zum runden Geburtstag »10 Jahre Fairtrade Stadt Reutlingen« sind unter dem Titel »Die Welt FairBessern – aber wie?« Helge Thun, Wolfgang Grupp jr., Professor Kai Nebel, Alexander Lehmann und Oberbürgermeister Thomas Keck zu Gast.

Einmal mehr gibt es ein reichhaltiges Angebot in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Ernährung, Entspannung, Tanz, Bewegung, Fitness und Outdoor. Ob beim Yogakurs, im Meditationskurs, beim Herzkreis oder Feldenkrais, im Sambakurs für Singles, in der Rückenfitness oder in einem der vielen Gymnastikkurse für Ältere – wer sich fit halten will, ist bei der Volkshochschule Reutlingen richtig.

Für Kinder dürfte es unter anderem bei »Technik für Kids« der Jugendkunstschule spannend werden. Wie funktioniert ein Viertaktmotor, wie ein Getriebe, wie ein Elektromotor, ein Putzroboter? Darüber hinaus werden erstmals 32 Fremdsprachen angeboten. »Bislang waren es 22«, sagt VHS-Geschäftsführer Dr. Ulrich Bausch. Dass es so viele sind, liege auch daran, dass sie online angeboten werden. Für spezielle Sprachkurse fänden sich manchmal kaum mehr als eine Handvoll Teilnehmer. Durch Kooperationen mit anderen Volkshochschulen schalten sich weitere Teilnehmer aus anderen Städten auf. »Der Kurs wird somit finanzierbar«, sagt Ulrich Bausch.

Hohe Weiterbildungsdichte

Derzeit beschäftigt die Volkshochschule 84 hauptamtliche Mitarbeiter. Hinzu kommen 1 200 Lehrkräfte. »Wir sind nach wie vor bundesweit die Nummer acht und damit eine der größten Volkshochschulen«, sagt Ulrich Bausch. 2019 gab es über 100 000 Unterrichtseinheiten, »ungewöhnlich für eine Stadt dieser Größenordnung«, sagt Ulrich Bausch. »Und wir haben die höchste Weiterbildungsdichte. Nirgendwo in Deutschland werden pro 1 000 Einwohner so viele Unterrichtseinheiten verkauft wie in Reutlingen.« Möglich werde dies, weil die VHS auf Zielgruppen zugehe, um sie beispielsweise für die Gesundheitsakademie, das Business & Management-Institut oder die Emil Gminder-Akademie zu gewinnen.

Wie in anderen Volkshochschulen hat die Pandemie Auswirkungen auf die Unterrichtseinheiten. Im vergangenen Jahr wurden sie durch Corona auf etwa 80 000 gedrückt. »Andere Volkshochschulen sind auf unter 50 Prozent abgesackt«, sagt Ulrich Bausch. Aber durch Online-Angebote habe die VHS den Rückgang in Grenzen halten können. Trotzdem seien finanzielle Defizite zu verkraften. »Wir sind dabei, Rücklagen zu verzehren«, sagt Ulrich Bausch.

»Wir hoffen intensiv, dass die Coronabeschränkungen im Sommer zurückgenommen werden und wir das Präsenzangebot wieder umfangreich fahren können.« Eine Volkshochschule könne auf Dauer so nicht arbeiten. Allein vor diesem Hintergrund sei es »extrem ärgerlich, dass sich sehr viele Menschen nicht impfen lassen«. (GEA)

www.vhsrt.de