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Defizit der Kreiskliniken höher als erwartet

Der Erfolgsweg bei der Sanierung der Kreiskliniken ist erst einmal gestoppt. Statt des für 2017 eingeplanten Minus von 1,5 Millionen Euro stehen knapp 6,7 Millionen Miese zu Buche.

Die beiden anderen Standorte der Kreiskliniken: das Reutlinger Klinikum am Steinenberg (links) und die Albklinik in Münsingen.
Die beiden anderen Standorte der Kreiskliniken: das Reutlinger Klinikum am Steinenberg (links) und die Albklinik in Münsingen. Foto: Manfred Grohe
Die beiden anderen Standorte der Kreiskliniken: das Reutlinger Klinikum am Steinenberg (links) und die Albklinik in Münsingen.
Foto: Manfred Grohe

KREIS REUTLINGEN. »Wir haben ein Riesenproblem«, sagt Landrat Thomas Reumann, »aber es gibt dennoch keinen Grund zu verzagen«. Das Defizit der Kreiskliniken mit ihren Standorten Reutlingen, Bad Urach und Münsingen ist erstmals seit Jahren wieder gestiegen. Dass der Jahresabschluss 2017 6,7 Millionen Euro Miese aufweist, liegt laut Reumann zum einen an externen Faktoren wie der chronischen Unterfinanzierung der Krankenhäuser durch Land und Bund. Aber es gab nach einem sehr guten ersten Halbjahr 2017 auch einen starken Einbruch bei den geplanten Erlösen.

Klinikleitung und Landkreis wollen gegensteuern und setzen unter anderem auf weitere Effizienzsteigerungen und neue Angebote. Das Personal in den patientennahen Bereichen wird nicht verringert. Die »schwarze Null«, die im laufenden Jahr erreicht werden sollte, wird man nicht schaffen. Positiv indes: Die Fallzahlen liegen im ersten Halbjahr 2018 schon wieder über denen des erfolgreichen ersten Halbjahrs 2017. (sä)