REUTLINGEN-BETZINGEN. Der Betzinger Ortschaftsrat kam nicht im Rathaus, sondern in der Zehntscheuer zusammen. Dort war es proppenvoll, denn viele wollten dabei sein bei der letzten Sitzung von Thomas Keck in seiner Funktion als Ortschaftsrat und Bezirksbürgermeister des größten Reutlinger Vororts.
Nach dem formalen Akt, der offiziellen »Feststellung« des Ausscheidens von Keck, wurde es emotional. Der neue Reutlinger OB, der 30 Jahre lang Mitglied im Betzinger Ortschaftsrat und fast 15 Jahre »Schultes« war, betonte, dass ohne das Wir-Gefühl und das Miteinander nicht nur im Gremium, sondern im ganzen Ort viele Projekte nicht realisiert hätten werden können. »Es waren nicht meine Erfolge, es waren unsere – die des gesamten Bezirksgemeinderates und der Bürgerschaft.« Keck lobte die sachorientierte Zusammenarbeit im Gremium. Parteipolitik sei außen vor geblieben, fast nie habe es Zerwürfnisse gegeben.
»Wir werden dich furchtbar vermissen«, sagte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Dagmar Krause in ihrer Abschiedsrede. Thomas Keck habe als Ortsvorsteher Betzingen sehr weit vorangebracht, die Sorgen und Nöte der Bürger ernst genommen, zugehört und angepackt.
Ein gemütlicher Teil folgte in der vom Förderverein Ortskern Betzingen bewirteten Zehntscheuer. Und es gab Geschenke für Thomas Keck – unter anderem eine Mistgabel von Ortschaftsrat Hagen Kluck fürs neue Amt im Reutlinger Rathaus. (keg)