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70 Jahre verheiratet: Reutlinger Ehepaar Eisenschmid feiert Gnadenhochzeit

Reutlingens OB Thomas Keck gratuliert dem Ehepaar Eisenschmid zur Gnadenhochzeit. Foto: Stadt Reutlingen
Reutlingens OB Thomas Keck gratuliert dem Ehepaar Eisenschmid zur Gnadenhochzeit.
Foto: Stadt Reutlingen

REUTLINGEN. In der Schule lernten sich Gisela und Otto Eisenschmid kennen. Dass sie einmal ihren 70. Hochzeitstag feiern würden, hätten sie sich damals wahrscheinlich nicht träumen lassen. Doch am 1. Juni war es soweit: Im Kreise der Familie feierte das Ehepaar das seltene Fest der Gnadenhochzeit. Oberbürgermeister Thomas Keck kam zum Gratulieren.

Für die Jubilarin war es schon die zweite Feier innerhalb weniger Tage. Als Gisela Mutschelknaus erblickte sie am 25. Mai 1931 das Licht der Welt in Reutlingen. Aufgewachsen im »Rebentäle« in einem Haus, das später dem heutigen Rathaus gewichen ist, heiratete sie ihren Otto am 1. Juni 1953 im provisorischen Nachkriegs-Rathaus - dort, wo heute der GWG-Neubau zu finden ist. Und nach der standesamtlichen Trauung ging's zum Essen in den »Falken« in der Katharinenstraße, den es heute ebenfalls nicht mehr gibt. Die kirchliche Trauung schließlich fand in der Christuskirche statt. »Reutlingen ist unsere Heimat, wir wollten nie woanders hin«, betont Gisela Eisenschmid.

Foto: Stadt Reutlingen
Foto: Stadt Reutlingen

Damals hätte es schon auch ein paar fesche Reutlinger gegeben, die sie gerne zum Traualtar geführt hätten. Doch sie wählte den Pfullinger Otto. Und findet auch nach 70 Jahren noch: »Eine gute Entscheidung!« Zwei Töchter und einen Sohn bekam das Ehepaar im Laufe der Jahre, heute vervollständigen sechs Enkel und neun Urenkel die Familie. In der Freizeit ging es zum Wandern auf die Schwäbische Alb, so richtig in die Ferne zog es die Familie Eisenschmid nie. Dafür aber regelmäßig zu Tanzveranstaltungen, am liebsten zum »Alpenball« in der List-Halle. Außerdem waren dem Paar Unternehmungen im Freundeskreis wichtig: »Wir haben unsere engen Freundschaften immer gepflegt«, berichten Gisela Eisenschmid und ihr 92-jähriger Gatte, »doch leider sind heute nur noch wenige da«. (pm)