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Skilift Dottingen wird modernisiert

Skilift Dottingen geht mit Umbauplanungen in die zweite Runde. Leader-Förderung, Eigenkapital und Darlehen

ARCHIV-FOTO: PR
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MÜNSINGEN. »Dottingen aktiv – Sommer wie Winter«, nennt sich das Projekt, das die Skiliftgesellschaft mit finanzieller Unterstützung von Leader in Angriff nehmen möchte. Im Fokus steht dabei der Umbau der Skiliftgaststätte, für die eine Ganzjahresnutzung angestrebt wird, weshalb dafür auch Wirtsleute gesucht werden. Auch bei der Bauplanung stehen die Gesellschaft und das beauftragte Architekturbüro vor großen Herausforderungen, denn die Suche nach Handwerksbetrieben erweist sich als schwierig.

Ein einladender, moderner und gleichzeitig natürlich anmutender Gastraum soll Platz für bis zu 80 Gäste bieten. Der Gaststättenbetrieb soll ganzjährig möglich sein und die Skihütte zum neuen Dorfmittelpunkt werden, was auch Ortsvorsteher Adolf Lamparter freut. Aufgrund ihrer Lage eignet sich die Skihütte auch als Wanderlokal. Die Wintersaison 2018/19 erwies sich mit insgesamt 38 Skitagen als sehr erfolgreich. Das Ergebnis, so Thomas Buck, Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft, werde die ohnehin üppig vorhandenen finanziellen Reserven der Gesellschaft weiter aufstocken. Damit sei auch ein guter Zeitpunkt für Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen gekommen, die zusammen mit der Leader-Förderung nun deutlich größer ausfallen könnten.

So wird auch der Skilift selbst modernisiert: Die Gehänge und Bügel, das Schleppseil sowie die Rollenbatterien stehen dabei im Vordergrund. Der österreichische Hersteller war mit einem entsprechenden Experten bereits vor Ort und hat die Möglichkeiten erläutert. Auch das in die Jahre gekommene Kartensystem soll von neuen Chipkarten abgelöst werden.

Mit einer neuen Schlepptechnik sollen der Komfort und die Verlässlichkeit der Anlage gesteigert werden. In Summe möchte die Gesellschaft ein Investitionsvolumen von über 400 000 Euro gemeinsam mit seinen Gesellschaftern und dem Leader-Programm stemmen, was bei fast allen auf durchweg positive Reaktionen gestoßen ist.

Aufgrund von Verzögerungen in der Neuauflage des Bebauungsplans »Neuben« kam es auch zur Erkenntnis, dass ein wichtiges Teilprojekt, die geplante Funktionshütte, so nicht realisiert werden könne.

Bei der Gesellschafterversammlung hatte das beauftragte Architekturbüro einen detaillierten Einblick in die Planungen gegeben und auf Probleme im Zusammenhang mit dem anhaltenden Bau-Boom hingewiesen. Unter anderem fehle für die Einreichung des Baugesuches Ende August noch eine Heizungsplanung durch einen entsprechenden Handwerksbetrieb. »Alle bisher angefragten Betriebe aus dem Netzwerk haben leider abgesagt«, stellt Thomas Buck ernüchtert fest, wobei er darauf vertraut, dass nun doch noch Bewegung in die Sache komme.

Im späteren Verlauf hoffen die Planer auch auf regionale Unterstützung und somit auf einen raschen Baufortschritt. Dazu müsse aber zunächst die Finanzierung in trockenen Tüchern sein, welche mit einem positiven Bescheid beim Förderaufruf durch Leader im Herbst stehe und falle. Darüber hinaus werde die Skiliftgesellschaft auch noch ein Darlehen aufnehmen und sich auf die Suche nach weiteren Geldgebern machen, so der Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft, Thomas Buck. (eb)