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Kirmesfeeling am Nebelloch von Sonnenbühl

Trotz Gewittern strömen die Gäste in Scharen zum traditionellen Nebelhöhlenfest in Sonnenbühl.

Die Mischung aus Fahrgeschäften und Hocketse macht das Nebelhöhlenfest aus.  FOTOS: LEIPPERT
Die Mischung aus Fahrgeschäften und Hocketse macht das Nebelhöhlenfest aus. FOTOS: LEIPPERT Foto: Gabriele Leippert
Die Mischung aus Fahrgeschäften und Hocketse macht das Nebelhöhlenfest aus. FOTOS: LEIPPERT
Foto: Gabriele Leippert

SONNENBÜHL. Es ist eines der ältesten Traditionsfeste der Schwäbischen Alb. Dass nämlich Kurfürst Friedrich I. von Württemberg das Nebelloch, wie die 1486 erstmals erwähnte Nebelhöhle bis weit ins 19. Jahrhundert genannt wurde, im Jahr 1803 besichtigten wollte, kam für die damals noch lange selbstständigen Genkinger einer Sensation gleich und musste mit einem großen Fest gefeiert werden.

Viel Spaß für Kinder

Inzwischen kommen zwar Kurfürsten oder ähnlich blaues Geblüt eher selten auf die Alb, das Fest oberhalb der Höhle mit ihren jahrtausendealten Tropfsteingebilden aber lockt Jahr für Jahr immer an Pfingsten unzählige Menschen an.

So auch an diesem Wochenende, und das, obwohl immer wieder starke Gewitter über den Ort hinweg rauschten und kräftige Regenschauer für kühle Temperaturen sorgten. Am Pfingstmontag hatte der Wettergott ein Einsehen und belohnte die Besucher mit viel Sonnenschein, so dass auch die Tischgarnituren im Freien bis auf den letzten Platz belegt waren.

Viele der Gäste waren als Wanderer oder Radfahrer sportlich zum Ausflugsziel angereist. Los ging es am Samstag mit dem Familiennachmittag. Der fand bei Eltern oder Omas und Opas mit Kindern und Enkeln reichlich Anklang, die zahlreichen Fahrgeschäften lockten. Wie schon in den letzten Jahren hatte die Gemeinde einen Busfahrdienst eingerichtet, um allen Sonnenbühlern einen umweltfreundlichen Besuch ohne Parkplatzsuche zu ermöglichen.

Rock trifft Tracht

Am Abend war das Motto »Rock trifft Tracht« angesagt, und junge oder jung gebliebene Besucher feierten in Dirndl und Lederhosen mit der Band »Edelrock« bis tief in die Nacht. Die Gruppe »Alb 7« lud am Sonntag zum gemütlichen Frühschoppen ein, bevor abends »No Way« mit kolossalem Sound für Stimmung sorgte.

Dem christlichen Ursprung von Pfingsten entsprechend begann der gestrige Morgen mit einem Gottesdienst, abgehalten von Pfarrer Jörg Eberhardt, bevor die »Degerschlachter Blasmusik« schwungvoll-weltlich aufspielte.

Neben bester Unterhaltung war für leckeres Essen gesorgt. Bei Haxen, Hähnchen, Spare Ribs und mehr kamen die Gäste auf ihre Kosten. Für Jahrmarkt-Feeling sorgten Kettenkarussell, Autoscooter und mehr. Zugpferd war aber natürlich die Höhle selbst mit ihrer atemberaubenden Kulisse aus beeindruckenden Stalagmiten und Stalaktiten. (lpt)