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Ehemaliger Münsinger Bürgermeister Heinz Kälberer gestorben

Heinz Kälberer war von 1971 bis 1981 Münsinger Bürgermeister. Im Alter von 83 Jahren ist er gestorben.

Heinz Kälberer war Bürgermeister in Münsingen, als  aus 14 Orten die Gesamtstadt entstand. FOTO: LENK
Heinz Kälberer war Bürgermeister in Münsingen, als aus 14 Orten die Gesamtstadt entstand. FOTO: LENK
Heinz Kälberer war Bürgermeister in Münsingen, als aus 14 Orten die Gesamtstadt entstand. FOTO: LENK

MÜNSINGEN. »Er hat in den 1970er-Jahren aus 14 selbstständigen Gemeinden eine Gesamtstadt entwickelt.« Das sagt Münsingens Bürgermeister Mike Münzing über seinen Vor-Vorgänger Heinz Kälberer, der vergangene Woche im Alter von 83 Jahren gestorben ist. Sein Lebensweg sei eng mit Münsingen verbunden gewesen, erinnerte Münzing in der Stadtratsitzung, wo es zu Ehren des Gestorbenen eine Gedenkminute gab.

Kälberer begann seine kommunalpolitische Karriere als Hauptamtsleiter in Dettingen/Erms. 1971 wurde er zum Münsinger Bürgermeister gewählt, hier prägte er eine Dekade lang die Entwicklung der Stadt. Geboren am 5. April 1942 in Holzmaden (Landkreis Esslingen), übernahm Kälberer bereits mit 29 Jahren diese Verantwortung und war bis 1981 Rathauschef in der damaligen Garnisonsstadt.

Pragmatischer Brückenbauer

In dieser Zeit leitete er die Gemeinde-reform, stärkte die lokale Infrastruktur, nahm die Altstadtsanierung in Angriff und setzte sich für eine moderne, bürgernahe Verwaltung ein. Über Parteigrenzen hinweg galt Kälberer als Brückenbauer, als jemand, der Menschen zusammenbrachte und pragmatische Lösungen suchte, sagen die, die ihn kannten.

Nach seiner Münsinger Zeit wurde er zum Oberbürgermeister von Vaihingen an der Enz (Landkreis Ludwigsburg) ge-wählt und bis 2006 zweimal im Amt bestätigt. Zwischendurch bewarb er sich 1985 vergebens um den Posten des Landrats im Kreis Reutlingen. Er verlor seinerzeit gegen Edgar Wais.

2005 wurde Kälberer mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg und 2009 mit der des Landkreises Ludwigsburg ausgezeichnet. 2014 erhielt der Kommunalpolitiker das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Er war viele Jahre Landeschef der Freien Wähler, Vizepräsident des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg. In diesen Funktionen war er einige Male in Münsingen unterwegs, ebenso bei den Hengstparaden in Marbach. (GEA)