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Aktuell Förderung

Das Zollhaus der Albvereins-Ortsgruppe Gundelfingen wird inklusiv

Der Albverein Gundelfingen baut seine Räume mithilfe von Fördermitteln zur Begegnungsstätte um

Marianne und Paul Jörg (von links), Verena König und Emanuel Kraft präsentieren die Leader-Tafel, die über den Umbau und die Unt
Marianne und Paul Jörg (von links), Verena König und Emanuel Kraft präsentieren die Leader-Tafel, die über den Umbau und die Unterstützung des Projekts mit europäischen Fördermitteln informiert. Foto: Leader
Marianne und Paul Jörg (von links), Verena König und Emanuel Kraft präsentieren die Leader-Tafel, die über den Umbau und die Unterstützung des Projekts mit europäischen Fördermitteln informiert.
Foto: Leader

MÜNSINGEN-BICHISHAUSEN. Vor Kurzem haben Marianne und Paul Jörg, Verena König und Emanuel Kraft von der Albvereins-Ortsgruppe Gundelfingen Leader-Regionalmanagerin Elisabeth Markwardt eingeladen, um ihr den Fortschritt des Projekts »Inklusives Zollhaus« zu präsentieren. Im Frühjahr dieses Jahres begann der Um- und Ausbau des Zollhauses, wofür der Albverein Fördermittel bei Leader Mittlere Alb beantragt hatte. Damit die Öffentlichkeit während der Baumaßnahmen über die Unterstützung informiert werden kann, überreichte ihnen Markwardt die Erläuterungstafel.

Der Schwäbische Albverein hat über 500 Ortsgruppen, die unter dem Motto »Natur – Heimat – Wandern« eine Fülle gemeinnütziger Leistungen und Freizeitprojekte anbieten. Dazu gehören geführte Wanderungen, Fortbildungen, Workshops sowie Mundart-, Tanz- und Musikveranstaltungen.

Räume nicht barrierefrei

Die Ortsgruppe Gundelfingen mit ihrem Vorsitzenden Paul Jörg ist sehr aktiv und lebendig. Jörg war auf die Fördermöglichkeiten von Leader Mittlere Alb aufmerksam geworden und setzte sich sehr engagiert dafür ein, dass der Schwäbische Albverein einen Antrag auf Fördermittel für das »Inklusive Zollhaus« in Bichishausen stellte.

Dort, im sogenannten Zollhaus, hat die Ortsgruppe Gundelfingen ihre Vereinsräume, und es ist ihr sehr wichtig, ihren mehr als 200 Mitgliedern wie auch der Öffentlichkeit moderne und ansprechende Freizeitbeschäftigungen anzubieten. Die Angebote richten sich an alle Altersgruppen und sind ein Bindeglied der Generationen. Doch es gab ein fundamentales Problem: Die Räumlichkeiten im Zollhaus entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Zugang der Räumlichkeiten ließ ein Betreten von gehbehinderten Personen sehr schlecht und von Rollstuhlfahrern gar nicht zu. Gleiches galt für die vorhandenen WC-Anlagen. »Dieser Zustand musste unbedingt geändert werden«, so Jörg.

Mit dem Ziel, Angebote für alle unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder körperlichen Einschränkungen anbieten zu können, entsteht derzeit ein inklusives Zollhaus. »Unsere Ortsgruppe ist in der Bevölkerung sehr integriert, daher spielen Erreichbarkeit und Barrierefreiheit für uns eine große Rolle. Um weiterhin aktiv und attraktiv zu sein, war es dringend notwendig, den Hauseingang sowie die sanitären Anlagen zu modernisieren und behindertengerecht zu gestalten«, erzählt Jörg.

Im neuen Anbau wird es künftig Toiletten für Frauen und Männer sowie ein behindertengerechtes WC geben, das von außen zugänglich ist. Das hat den Vorteil, dass Menschen mit Behinderung mit ihrem Euroschlüssel die Toilette jederzeit benutzen können. Dazu kommen der behindertengerechte Zugang zum Gebäude sowie ein eigener Raum für die Teeküche. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Mai 2023 geplant.

Jörg berichtet, dass die Maßnahme nicht nur dem Verein zugutekommt. Das Zollhaus steht der Öffentlichkeit zur Verfügung, zum Beispiel für Bürger aus dem Ort, regionale Vereine, Jugendclubs oder andere Interessierte. Somit fördert das Projekt die sozialen und kulturellen Strukturen im Ort. (pm)

www.leader-alb.de