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Aktuell Förderung

1,935 Millionen Euro für den Hallenbad Neubau in Münsingen

Der Bund unterstützt die Stadt Münsingen mit Geld aus einem Sanierungsprogramm für Sport und Freizeit

Das Geld ist knapp. FOTO: DPA
Bargeld geklaut. FOTO: DPA
Bargeld geklaut. FOTO: DPA

MÜNSINGEN. Die Stadt Münsingen bekommt vom Bund 1,935 Millionen Euro für den Neubau eines Hallenbades. Das teilt der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth mit, der auch stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ist. Gestern wurden im Rahmen der Ausschusssitzung die ausgewählten Projekte beschlossen; das Hallenbad Münsingen ist dabei eines der wenigen Projekte in Baden-Württemberg.

Das in den Jahren 1977/78 für 3,4 Millionen D-Mark errichtete Bundeswehr-Hallenbad gegenüber der ehemaligen Herzog-Albrecht-Kaserne ging im Jahr 2003 von der Bundeswehr auf die Stadt Münsingen über. »Das in die Jahre gekommene Bad«, weiß Donth, »wird zunehmend reparaturanfälliger und die Instandhaltung immer kostenintensiver. Daher ist es ein Segen, dass der Bund jetzt für Münsingen tief in die Tasche greift und die Stadt unterstützt.« Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur aus dem Bundesinnenministerium.

Einen besonderen Dank richtete Donth an die Mitglieder des Bäderfördervereins, Münsingen, die durch ihre unzähligen Aktionen und Arbeitseinsätze zum Betrieb auch des Hallenbades bisher beigetragen und die Stadt, die die Hauptlast trägt, entlastet haben. »Das ist wahrlich beispielhaftes ehrenamtliches Engagement, für das die Allgemeinheit nicht oft genug danken kann«, lobt Donth. Umso wertvoller sei es, wenn diese Anstrengungen des Ehrenamtes und der Stadt nun auch noch vom Bund unterstützt werden.

Auch der Tübinger SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann freute sich für Münsingen: "Was für gute Neuigkeiten – nicht nur für den Tourismus im Biosphärengebiet Schwäbische Alb und die Region Neckar-Alb ist der Bau eines neuen Hallenbads ein absoluter Zugewinn, sondern auch für die Münsinger selbst: Vor allem wenn wir wollen, dass unsere Kinder schwimmen lernen, ist es wichtig, dass wir den Schwimmbetrieb der Schulen sicherstellen." Das gelte nicht nur für Münsingen, sondern auch die umliegenden Gemeinden, deren Schulen bereits Interesse bekundet hätten. So entstehe auf der Albhochfläche ein ganz neues Zentrum der Bewegung, des Sports und der Entspannung für über 50 000 Menschen.

Dem Münsinger Bürgermeister Mike Münzing, hat der SPD-Bundestagsabgeordnete bereits zum Zuschlag gratuliert. Die Sanierung des 40 Jahre alten, ehemaligen Bundeswehrhallenbads übersteige die Kosten eines Neubaus, so Rosemann: »Deshalb hat sich die Stadt entschieden, neben dem Freibad, das bereits saniert wurde, einen Hallenbadneubau anzuschließen.« Der Bund trägt etwa 45 Prozent der geschätzten Gesamtkosten von 4,3 Millionen Euro.

Im Zuge der Haushaltsverhandlungen 2018, 2019 und 2020 hat die Große Koalition 510 Millionen Euro für das Förderprogramm zur Verfügung gestellt. Auf den Projektaufruf hin hatten Städte und Gemeinden 1 238 Projektvorschläge eingereicht. Das Programm war mit einem Antragsvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro stark überzeichnet. Der Haushaltsausschuss hatte die Fördersumme deshalb mehrmals aufgestockt um Projekten, die zunächst abgelehnt werden mussten, doch noch zu einer Förderung zu verhelfen. Mit den nunmehr 500 Millionen Euro können deutschlandweit insgesamt rund 250 Projekte gefördert werden, darunter nun auch Münsingen, für das es in der ersten Runde nicht gereicht hatte. (pm)