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Aktuell Kommunikation

Pfullingen ist jetzt auch in den Sozialen Medien aktiv

Die Bürger sollen schnell und gut informiert werden. Markus Hehn übernimmt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Rathaus Pfullingen.

Firm in Sachen Social Media: der 26-jährige Pfullinger Markus Hehn, der jetzt im Rathaus arbeitet. FOTO: WEBER
Firm in Sachen Social Media: der 26-jährige Pfullinger Markus Hehn, der jetzt im Rathaus arbeitet. Foto: Melinda Weber
Firm in Sachen Social Media: der 26-jährige Pfullinger Markus Hehn, der jetzt im Rathaus arbeitet.
Foto: Melinda Weber

PFULLINGEN. Die Pfullinger schnell und gut über die Aktivitäten der Stadt zu informieren, ist erklärtes Ziel des neuen Bürgermeisters Stefan Wörner. Dazu will er künftig auch verstärkt die Sozialen Medien nutzen. Dass diese durchaus gefragt sind, sieht Wörner an den Reaktionen, die er bereits jetzt auf seine Beiträge auf seinen privaten Konten bekommt – und auch an der schnell gestiegenen Zahl der Follower, seit er Bürgermeister ist: Auf Facebook hat Wörner inzwischen fast 4 000 Follower, auf Instagram knapp 800.

Um das Ganze zu professionalisieren, wurde nun eine Pressestelle im Rathaus eingerichtet. Besetzt ist sie mit Markus Hehn, der seit Anfang des Monats in Vollzeit für die Stadt aktiv ist. Der 26-Jährige ist in Pfullingen aufgewachsen, hat in Tübingen Politik, Geschichte und internationale Beziehungen studiert.

Als freier Mitarbeiter war er immer wieder auch für den Reutlinger General-Anzeiger im Einsatz. Im Schreibhandwerk ausbilden ließ sich Hehn über die Journalistische Nachwuchsförderung (JONA) der Konrad-Adenauer-Stiftung. Zuletzt verfasste er unter anderem für die »Welt« Beiträge und betreute Instagram-Projekte.

Hehn wird fortan die Pfullinger über das Stadtgeschehen auf dem Laufenden halten und Ansprechpartner für die Presse sein. Cornelia Gekeler, die diese Aufgabe bisher nebenher geleistet hat, wird die Geschäftsstelle Gemeinderat und das Sekretariat des Bürgermeisters übernehmen. Die Stabstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll im Januar durch eine Stadtmarketing-Stelle ergänzt werden.

Wörner betont, er wolle sich keineswegs abschotten durch die neu geschaffenen Stellen, sondern weiterhin Ansprechpartner für alle Belange bleiben. »Wir wollen einfach zeigen, dass wir eine transparente Verwaltung sind.« Und dazu gehöre es auch, möglichst direkt mit den Bürgern zu kommunizieren. Die Beiträge auf den Sozialen Medien, so betont er, sollen aber nicht dazu dienen, einseitig die Meinung der Verwaltung zu platzieren. Sie lassen auch Raum für Reaktionen der Bürger.

Dass diese mitunter ausufernd ausfallen können, hat Wörner bei seinem Beitrag zu einer Impfaktion im Friedrich-Schiller-Gymnasium gemerkt: In fast hundert Kommentaren entflammte eine Debatte zwischen Impfbefürwortern und -skeptikern. »Es hat mich schon erstaunt, welche Emotionen der Hinweis auf ein Angebot erzeugen kann«, bekennt Wörner, der auch klarstellt: »Wir werden uns auf keine Endlosdiskussionen einlassen.« Fragen wird Markus Hehn wo möglich beantworten, wo sich Aufklärungsbedarf zeigt, auf weiterführende Informationsquellen verweisen. Jeder habe das Recht, seine Meinung zu äußern, sagt Wörner. Wenn es aber beleidigend wird, werde darauf hingewiesen, dass das unerwünscht sei. Es soll eine Art Netiquette geben, an die es sich zu halten gelte.

Wissenswertes rund um die Stadt

An den Start gehen wird die Social-Media-Präsenz der Stadt Pfullingen an diesem Wochenende. Grob jeden zweiten Tag, so peilt Markus Hehn an, soll etwas gepostet werden – auf Instagram dem Medium entsprechend schwerpunktmäßig Bilder, auf Facebook auch Text. Dabei soll es nicht nur um aktuelle Neuigkeiten gehen, sondern auch um Wissenswertes zur Stadt: um Geschichte, Kultur, Natur.

Im Vergleich mit den umliegenden Gemeinden wird Pfullingen in den Sozialen Netzwerken dann am stärksten vertreten sein. Eningen ist seit Längerem auf Facebook unterwegs, nicht aber auf Instagram. Und in Lichtenstein tut sich in dieser Hinsicht noch gar nichts. (hai)