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Einkaufsdienst in Eningen läuft gut, die Nachfrage steigt leicht an

Risikogruppen lassen momentan besser andere für sich einkaufen. Foto: dpa
Risikogruppen lassen momentan besser andere für sich einkaufen.
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ENINGEN. Stark aufgestellt ist der Einkaufsdienst in Eningen. Rund 25 Bürger haben sich auf dem Rathaus bei Ute Petrick vom Haupt- und Ordnungsamt gemeldet und ihre Hilfe bei der Unterstützung von Risikogruppen angeboten. Sie kommen aus allen Alters- und Berufsschichten: Von der Studentin über die junge Mutter und die Lehrerin bis hin zum Gemeinderat und Rentner reicht die Bandbreite.

Auch die Pfadfinder stehen in den Startlöchern und haben ihre Bereitschaft signalisiert, sich zu engagieren. Sollte die große Welle über Eningen hereinbrechen, könnte auf die jungen Leute zurückgegriffen werden, das sei mit den Pfadis vereinbart worden, erklärt Ute Petrick.

Unterstützt werden sollen vor allem ältere, hochbetagte, kranke, chronisch kranke und auch immunschwache Menschen, die ihre Wohnung wegen der Gefährdung durch das Coronavirus aktuell nicht verlassen sollen oder wollen. Das Ziel ist, sicherzustellen, dass diese Personen mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs versorgt werden.

Wie auch in den anderen Gemeinden sei das Angebot bisher größer als die Nachfrage, erklärt Petrick. Acht Eninger hätten bisher davon Gebrauch gemacht. Fast täglich kämen inzwischen aber Bürger dazu, die den Einkaufsdienst in Anspruch nehmen. Je länger die Phase andauere, desto mehr Menschen werden dazukommen, vermutet sie.

Die Vermittlung der Hilfsdienste übernehmen die Gemeindeverwaltung und das neue Bürgerschaftliche Engagement. Letzteres wird von den Kirchen, der Keppler-Stiftung, von Privatpersonen und Gemeinderätinnen getragen und ist derzeit dabei, sich zu formieren. Konkret läuft die Vermittlung so: Wer die Hilfe in Anspruch nehmen möchte, ruft auf dem Rathaus an. Daraufhin wird Katrin Schwaiger vom Bürgerschaftlichen Engagement informiert, die wiederum einen Helfer – idealerweise aus der Nachbarschaft – kontaktiert. Der Anfragende bekommt dann Bescheid, welcher Helfer sich bei ihm melden wird.

Im besten Fall soll der Kontakt bestehen bleiben und beim nächsten Einkaufswunsch direkt der Helfende angerufen werden, erklärt Petrick. Der Einsatz sei rein ehrenamtlich, betont sie, das Angebot kostenlos. Langfristiges Ziel sei, mit dem Einkaufsdienst ein dauerhaftes Angebot in Eningen zu schaffen.

In der aktuellen Situation gilt weiterhin: Wer Unterstützung bei Besorgungen benötigt oder gerne einen Einkaufsdienst übernehmen möchte, meldet sich vormittags zwischen 8.30 und 11.30 Uhr auf dem Rathaus unter der Nummer 07121 8928550. (GEA)