Logo
Aktuell Soziales

Unerwartete Weihnachtsgeschenke in Bad Urach

Etliche Feiern in Bad Urach fielen aus. Die gesparte Summe, großzügig aufgerundet, geht an wichtige Projekte

Geldscheine in einem Geldbeutel
Geldscheine in einem Geldbeutel. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild
Geldscheine in einem Geldbeutel. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

BAD URACH. Da in diesem Jahr weder eine traditionelle Weihnachtsfeier der Stadtverwaltung noch des Bad Uracher Gemeinderats möglich waren und auch kein Seniorennachmittag veranstaltet werden konnte, entschlossen sich die Beteiligten, das dadurch eingesparte Geld für wohltätige und gemeinnützige Zwecke zu spenden. »Wir haben die Summe großzügig aufgerundet, mit dem Gemeinderat und unserem Personalrat gesprochen, und alle waren gleich angetan von der Idee«, erzählte Bürgermeister Elmar Rebmann. Die Stadtverwaltung spendete nun 10 000 Euro an soziale und gemeinnützige Organisationen.

Die Bruderhaus Diakonie erhielt 6 500 Euro. Mit dem Geld sollen vor allem Waren für die Bad Uracher Tafel angeschafft werden, die dort sonst nicht zu bekommen sind, erzählte Susanne Schur, Dienststellenleiterin der Diakonischen Bezirksstelle Bad Urach und Metzingen. »Wir bekommen von den Supermärkten meist Lebensmittelspenden, aber Waren wie Waschpulver oder Hygieneartikel sind eher selten in unserem Sortiment zu finden. Dies konnten wir mit der Spende der Stadt vor Weihnachten etwas ergänzen.« Ein Teil des Geldes wurde auch in Form von Warengutscheinen für Bad Uracher Einzelhändler verwendet. Tafelkunden können sich damit auch mal Spielsachen, Bekleidung oder neue Schuhe leisten. Die Zusammensetzung der Kundschaft ändere sich: »Wir haben jetzt deutlich mehr Kunden, die beruflich und finanziell unter Corona leiden, weil sie zum Beispiel durch den Lockdown arbeitslos geworden sind«, sagte Schur.

Bürgerstiftung arbeitet weiter

Die Bad Uracher Bürgerstiftung erhielt 1 500 Euro. »Wir sind sehr froh über diese Spende, denn in diesem Jahr sind alle Aktionen und Veranstaltungen ausgefallen, mit denen wir üblicherweise Geld für die Stiftung einnehmen«, sagte Bernd Wacker, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Dennoch werde man die Arbeit der Bürgerstiftung gerade in diesen schwierigen Zeiten weiterführen. Es seien zwei interessante Förderanträge eingegangen, die man nächstes Jahr vorstellen wolle, ergänzte Eckart Schweizer, stellvertretender Vorsitzender.

Der Volksbund Kriegsgräberfürsorge, der in diesem Jahr keine Straßen- und Haussammlung durchführen konnte, wurde mit 2 000 Euro bedacht. Man wolle, so Rebmann, damit seine wichtige Arbeit zur internationalen Völkerverständigung unterstützen. (eg)