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Kreissparkasse plant Neubau in Metzingen

Die Kreissparkasse präsentierte die Entwürfe zum geplanten Neubau ihrer Hauptfiliale in Metzingen

So könnte das neue Gebäude der Kreissparkasse am Bahnhofsvorplatz in  Metzingen aussehen. Links die  Völter-Villa, die besser z
So könnte das neue Gebäude der Kreissparkasse am Bahnhofsvorplatz in Metzingen aussehen. Links die Völter-Villa, die besser zur Geltung kommt, weil der Neubau im Vergleich zum Bestand zurück- versetzt wird. GRAFIK: GLÜCK + PARTNER Foto: nicht angegeben
So könnte das neue Gebäude der Kreissparkasse am Bahnhofsvorplatz in Metzingen aussehen. Links die Völter-Villa, die besser zur Geltung kommt, weil der Neubau im Vergleich zum Bestand zurück- versetzt wird. GRAFIK: GLÜCK + PARTNER
Foto: nicht angegeben

METZINGEN. Ein prägnanter Bau soll es werden, ein Gebäude, das das Erscheinungsbild des Metzinger Bahnhofvorplatzes positiv verändern soll. Das vor allem auch den Stadteingang vom Bahnhof her in die Schönbeinstraße aufwertet: Die Kreissparkasse will ihre Hauptfiliale in Metzingen abbrechen und durch einen Neubau ersetzen. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen, das Ergebnis wurde jetzt im noch stehenden alten Bankhaus vorgestellt, Pläne, die sich im zuvor vom Metzinger Gemeinderat festgelegten Rahmen bewegen.

Am meisten überzeugt hat die Wettbewerbsjury unter Vorsitz des Architekten Dr.-Ing. Eckart Rosenberger aus Fell-bach der Entwurf des Architekturbüros Glück +Partner aus Stuttgart: Demnach entsteht ein rechteckiger Bau, der im Vergleich zum Bestand vom Bahnhofsvorplatz mehr abrückt als bisher. So weit, dass die auf der anderen Straßenseite am Eck zur Schönbeinstraße stehende Völter-Villa besser zur Geltung kommt, was der Gemeinderat ausdrücklich gewünscht hat.

Das neue Bankhaus zieht sich entlang der Schönbeinstraße bis zur Karlstraße, wird vorne im Bereich des Bahnhofvorplatzes in etwa so hoch wie der sogenannte Posthof, der die Völter-Villa an zwei Seiten umschließt, und weiter hinten an der Karlstraße eine Etage tiefer, wo sich der Planer auch Praxen oder Geschäftsflächen vorstellen kann. Im Grunde genommen sind es zwei Gebäude, die ein gemeinsames Erdgeschoss verbindet, beide mit einem Flachdach versehen, wobei sich der Planer die Fassade aus Alb-Kalkstein vorstellt. »Das Gebäude vermittelt zwischen Gründerzeit und Moderne und schafft einen neuen Stadteingang«, sagt Rosenberger. Ob genau so gebaut wird, steht noch nicht fest.

Der Entwurf des zweiten Preisträgers, der aus der Feder des Büros Auer Weber Architekten aus Stuttgart stammt, weist vorne zum Bahnhofsplatz hin einen dreieckigen Grundriss auf, am Eck Schönbein- und Karlstraße ein Gebäude mit Satteldach, das damit höher käme als der Bau im Entwurf des Wettbewerbsiegers. Dritter und vierter Preis gingen an die Büros Harris + Kurrle Architekten, Stuttgart, und Baumschlager Eberle Architekten, Lustenau. Übrigens: in der Jury als Aufsichtsratsmitglieder der Kreissparkasse waren auch vertreten Landrat Thomas Reumann und Metzingens OB Ulrich Fiedler.

Akzent am Stadteingang

Das alte Bankhaus stammt aus den 1950er-Jahren, es wurde zweimal umgebaut, 1987 und 2000. Es entspricht aber heute in keinerlei Weise mehr den Anforderungen einer modernen Bank, wie der Vorsitzende der Kreissparkasse Reutlingen, Michael Bläsius, betont. Auch Heizung und Klimatechnik seien völlig veraltet. »Ein dritter Umbau macht keinen Sinn mehr«, sagt er. Mit dem Neubau wolle man einen städtebaulichen Akzent setzen, »modern, aber nicht abgehoben«. Bläsius wertet das Vorhaben auch als Bekenntnis zum Standort Metzingen.

Nach den Vorstellungen der Bank wird der Altbau Ende 2019 abgebrochen, zwei Jahre später soll der Neubau bezugsfertig sein. Für die Interimszeit sucht die Bank Ausweichmöglichkeiten. Container möchte sie aber nicht aufstellen. Der Neubau kostet nach derzeitigen Schätzungen rund 15 Millionen Euro. (füs)