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Aktuell Ortskernsanierung

Fördergeld für Wannweiler Privathäuser

Gemeindeverwaltung Wannweil ruft dazu auf, bei der Sanierung der Ortsmitte mitzumachen

Im rötlich eingezeichneten Gebiet in der Ortsmitte gibt’s für renovierungswillige Immobilienbesitzer öffentliche Fördermittel. D
Im rötlich eingezeichneten Gebiet in der Ortsmitte gibt’s für renovierungswillige Immobilienbesitzer öffentliche Fördermittel. Diese laufen im April 2022 aus. Foto: Repro
Im rötlich eingezeichneten Gebiet in der Ortsmitte gibt’s für renovierungswillige Immobilienbesitzer öffentliche Fördermittel. Diese laufen im April 2022 aus.
Foto: Repro

WANNWEIL. Bei schweißtreibenden Temperaturen haben sich über ein Dutzend Frauen und Männer im großen Saal des Wannweiler Rathauses getroffen, um mit Bürgermeister Dr. Christian Majer und Fachleuten aus der Baubranche über Sanierungen in der Ortsmitte zu sprechen. Im Mittelpunkt dieser Infoveranstaltung am Mittwochabend standen die verschiedenen Möglichkeiten, die sich für Privatleute bieten, um ihre eigene Immobilie zu modernisieren, sanieren oder zu restaurieren.

Besonders interessant waren dabei für die Hauseigentümer die finanziellen Fördermöglichkeiten durch die öffentliche Hand. Bürgermeister Majer erklärte dazu kurz die öffentliche Städtebauförderung, die bundesweit immerhin seit 48 Jahren öffentliche, aber auch private Bauvorhaben finanziell unterstütze. Zuletzt seien 786 Millionen Euro vom Bund geflossen.

»Wir sind bereit zu unterstützen«

Für das Sanierungsgebiet »Ortskern 2« in Wannweil gebe es aktuell einen Förderrahmen von rund 7,2 Millionen Euro. Die Gemeinde Wannweil habe im Gebiet »Ortskern 2« schon einige Vorhaben verwirklicht, wie das Kinderhaus Regenbogen in der Jahnstraße. Einige Projekte liefen gerade, wie die Umgestaltung der Echaz, und bei der Sanierung des alten Schulhauses an der Hauptstraße werde bald der Startschuss fallen. Alle seien auch mit Fördergeldern aus dem sogenannten »Bund-Länder-Programm Stadtumbau West (SUW)« finanziert worden.

Derzeit läuft die Neugestaltung des Uferbereiches an der Echaz. Ein neuer Uferweg soll entstehen, die Echaz soll renaturiert wer
Derzeit läuft die Neugestaltung des Uferbereiches an der Echaz. Ein neuer Uferweg soll entstehen, die Echaz soll renaturiert werden und der nahe Spielplatz bekommt neue Geräte. Alles Elemente der Ortskernsanierung. FOTO: RITTGEROTH
Derzeit läuft die Neugestaltung des Uferbereiches an der Echaz. Ein neuer Uferweg soll entstehen, die Echaz soll renaturiert werden und der nahe Spielplatz bekommt neue Geräte. Alles Elemente der Ortskernsanierung. FOTO: RITTGEROTH

Christian Majer betonte, solche Gelder stünden auch für Modernisierung, Sanierung oder den Abbruch von privatem Wohneigentum zur Verfügung. Er ermutigte die Frauen und Männer im Saal, sich an der Ortskernsanierung zu beteiligen: »Wir sind bereit zu unterstützen«, meinte er.

Die Gemeindeverwaltung hatte bereits bei den Sanierungen bei »Ortskern 1« die Firma Wüstenrot Haus- und Städtebau mit ins Boot geholt, und das ist auch bei »Ortskern 2« wieder so. Die Wüstenrot-Mitarbeiter Sindy Bieler und Tobias Zerulla informierten dann auch die Hauseigentümer über die Höhe der Fördermöglichkeiten. Demnach gibt es für Sanierungsarbeiten einen Kostenzuschuss von 20 Prozent, aber maximal 25 000 Euro aus den Mitteln des öffentlichen Fördertopfes. Für den Abbruch eines alten Gebäudes gibt es sogar bis zu 100 Prozent Zuschuss, wenn es nach dem Abriss einen Neubau gibt. Auch seien die Kosten für Sanierungen, Modernisierung und Renovierung komplett steuerlich absetzbar. Eine entsprechende Steuerbescheinigung gebe es bei der Gemeindeverwaltung.

»Die Zeit bis dahin vergeht schneller, als Sie jetzt vielleicht denken«

Anschließend wurde der Gebäudeenergieberater Rolf Gaiser aus Wannweil konkret, was Modernisierung und Sanierung im Einzelnen bedeuten können. Dazu zählten beispielsweise Erneuerungen von Dächern, Fenstern, Rollläden, Dämmungen oder Heizungen. Er wies darauf hin, dass die Fördergelder dafür nur noch bis April 2022 zur Verfügung stünden: »Die Zeit bis dahin vergeht schneller, als Sie jetzt vielleicht denken.« Der Informationsabend schloss mit dem Aufruf an die privaten Hauseigentümer, sich an der Sanierung der Ortsmitte von Wannweil mit Investitionen in die eigenen Gebäude zu beteiligen. »Es sind noch genügend Fördermittel verfügbar«, hieß es. (GEA)