BAD URACH. Vom 7. November bis zum 15. Dezember stand eine Eisbahn auf dem Uracher Marktplatz. Eine ganz besondere: Schlittschuhgelaufen wurde nicht auf gefrorenem Wasser, sondern auf »Glice-Synthetik-Eis«, das aus hochmolekularem Polyethylen hergestellt ist. Auf dem etwas anderen Eis kann man auch bei Plus-Temperaturen gleiten, theoretisch sogar im Hochsommer.
Die Idee von Wirtschaftsförderer Philipp Scheffbuch schlug ein: Mehr als fünftausend Besucherinnen und Besucher kamen in der Weihnachts- und Adventszeit in die Uracher Stadtmitte, um über das Kunsteis zu gleiten. Bei freiem Eintritt - volle zehn Stunden pro Tag. Ein neuer Magnet.
Jetzt hat sich die Stadt entschlossen, das gute Stück zu kaufen. Nicht nur zur weiteren Verwendung für sich selbst, sondern auch, um sie an andere Kommunen oder Firmen ausleihen zu können. Was das kosten soll, darüber gibt es bis jetzt noch keine Angaben. Kosten lassen hat sich die Stadt das Ganze - die Eisbahn selbst plus die Einrichtungsgegenstände - rund 61.000 Euro. Der Gemeinderat hat die überplanmäßige Ausgabe schon im Dezember genehmigt und in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Nichtöffentlich deshalb, weil das Ganze so schnell gehen musste und es der Punkt deshalb nicht mehr auf die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung geschafft hat. Bürgermeister Elmar Rebmann hat den Kauf jetzt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekanntgegeben. (GEA)


