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Theaterbesuch trotz Corona - Onlinebühne für Schüler vorgestellt

Vom Durchgangsverkehr an der Reutlinger Straße gut zu sehen: Der ehemalige Sägemehlturm der Stuhlfabrik mit LTT-Schriftzug. Vor
Das Landestheater Tübingen. Foto: Joachim Kreibich
Das Landestheater Tübingen.
Foto: Joachim Kreibich

ULM/TÜBINGEN. »Faust«, »Mio mein Mio« und die »Odyssee« können Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg nun zumindest virtuell auf der Theaterbühne erleben. Möglich macht das eine neue Online-Plattform, für die 13 Theater aus dem Südwesten Inszenierungen produzieren, wie das Kunstministerium am Freitag mitteilte. Das Land fördere das Angebot mit 125 000 Euro. Beteiligt sind unter anderem das Junge Staatstheater Karlsruhe, die drei Landesbühnen, darunter das Landestheater Tübingen sowie kommunale, private und freie Theater.

Das Streaming-Angebot ist dem Arbeitskreis Junges Theater zufolge insbesondere für Schulen gedacht, die wegen der Corona-Pandemie keine Vorstellungen besuchen können. Das Programm wird nur für die Plattform produziert und soll bis Juni mindestens 25 Filme umfassen. Neben lehrplanrelevanten Stücken zählen dazu auch Arbeiten zeitgenössischer Autoren.

Bereits verfügbar ist etwa Goethes »Faust«. In den nächsten Wochen folgen zum Beispiel »Mio, mein Mio« von Astrid Lindgren oder ein Theaterstück, welches Motive aus Homers »Odyssee« aufgreift. Die Tickets kosten fünf Euro pro Schüler. 

Baden-Württemberg nehme mit dem bundesweit einmaligen Projekt eine Vorreiterrolle ein, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Freitag bei der Vorstellung der Plattform in Ulm. Das Junge Theater der Stadt hatte das Projekt initiiert. »Ich hoffe, dass viele Schulen dieses tolle Angebot nutzen und den virtuellen Theaterbesuch in ihren Unterricht einbauen.«

Zum Online-Angebot der Theaterbühnen geht's hier. (dpa)