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»Geisterspiele« im LTT

Am Landestheater in Tübingen geht man davon aus, dass im Dezember wieder vor Publikum gespielt werden darf. Die Vorbereitungen dafür laufen.

LTT-Intendant Thorsten Weckherlin will für die Zeit nach dem Lockdown gerüstet sein. Daher stellt das Theater derzeit – fast ohn
LTT-Intendant Thorsten Weckherlin will für die Zeit nach dem Lockdown gerüstet sein. Daher stellt das Theater derzeit – fast ohne Kurzarbeit – eine neue Produktion nach der anderen fertig. Foto: Klumpp/LTT
LTT-Intendant Thorsten Weckherlin will für die Zeit nach dem Lockdown gerüstet sein. Daher stellt das Theater derzeit – fast ohne Kurzarbeit – eine neue Produktion nach der anderen fertig. Foto: Klumpp/LTT

TÜBINGEN. Der Lockdown sei viel zu hart und gänzlich undifferenziert, hatte LTT-Intendant Thorsten Weckherlin kurz vor dessen Wirksamwerden Ende Oktober beklagt. Das LTT habe ein ausgeklügeltes Abstands- und Hygienekonzept. »Wir müssen und wollen weiterspielen«, sagte er.

Das tut das Landestheater nun auch, allerdings lediglich in Form von Proben und »Geisterspielen«. Selbst Premieren gibt es – als interne Veranstaltungen ohne Gäste von außen. Das wäre laut Landesverordnung auch gar nicht er laubt.

Fünf Premieren mit Publikum und Presse waren für November angesetzt. Nun aber wird es die Stücke, darunter die Komödie »How To Date A Feminist« und das inszenierte Neue-Deutsche-Welle-Konzert »Irgendwie irgendwo irgendwann«, erstmals im Dezember öffentlich zu sehen geben. Vorausgesetzt, dass das Land bis dahin den Spielbetrieb wieder genehmigt. Das LTT nutzt die Geisterspiele, um die Produktionen für den Spielbetrieb, auch an den Gastspielorten, fertigzustellen. Thorsten Weckherlin rechnet damit, dass das Theater bis Jahresende coronabedingt 800 000 Euro Minus gemacht haben wird. Das LTT hat 121 Mitarbeiter und ein Gesamtbudget von 8,6 Millionen Euro. (cbs)