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Von wegen Weißröckchen: Singen unterm Regenschirm

Unter Mützen und Kapuzen: Die Musiker der Merian-Realschule versuchten, Stimmung in den Schlosshof zu zaubern.  FOTO: FÖRDER
Unter Mützen und Kapuzen: Die Musiker der Merian-Realschule versuchten, Stimmung in den Schlosshof zu zaubern. FOTO: FÖRDER
Unter Mützen und Kapuzen: Die Musiker der Merian-Realschule versuchten, Stimmung in den Schlosshof zu zaubern. FOTO: FÖRDER

GOMARINGEN/NEHREN. Es hätte so schön sein können. Das besungene Winterwunderland erwies sich am Sonntagabend im Gomaringer Schlosshof jedoch als trübes Regenloch, und aus dem angekündigten Singen unterm Weihnachtsbaum wurde ein Singen unterm Regenschirm. Zwar freute sich Bürgermeister Steffen Heß, dass dennoch so viele Leute gekommen waren, und teilte fleißig Textblätter aus, aber das gemeinsame Frösteln führte trotz Glühwein dann doch nicht zu einem stimmgewaltigen Jubilieren, zumal auch kein Chef da war, der dem Laienchor den Ton angegeben hätte.

Musikalisch war der Abend denn eher dominiert von der Bläserklasse und der Junior-Band der Merian-Gemeinschaftsschule und den Gesangvereinen Harmonie und Frohsinn unter der Leitung von Franziska Yelin. Die Gesangvereine sorgten auch zusammen mit dem Kinderbauernhof für die Verpflegung. Außer in Gomaringen wurde auch in Mössingen am Weihnachtsbaum gesungen. In Gomaringens Nachbargemeinde Nehren ist die Feier unterm Christbaum mehr als ein adventliches Singen.

Sie ist ein Jahresabschluss, erzählt Bürgermeister Egon Betz. Schüler der Kirschenfeldschule führen einen weihnachtlichen Wechselgesang in der Kirche vor. Der Gesangs- und der Musikverein wirken ebenfalls mit. Jedes Jahr liest Betz eine Weihnachtsgeschichte vor. Dieses Mal griff er zu Bertolt Brecht »Das Paket des lieben Gottes«. Diese Geschichte hatte er vor acht Jahren schon einmal vorgelesen, zu Beginn seiner ersten Amtszeit als Bürgermeister. (pp/iwa)