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Aktuell Auszeichnung

Tübinger Notärztin Lisa Federle für ihre Tatkraft mit Preis gewürdigt

Lisa Federle mit dem von Alija Resic geschaffenen Skulptur
Lisa Federle mit dem von Alija Resic geschaffenen Skulptur. Foto: pr
Lisa Federle mit dem von Alija Resic geschaffenen Skulptur.
Foto: pr

RHEINAU/TÜBINGEN. Die Tübinger Notärztin Lisa Federle hat am Samstag in einer Feierstunde in Rheinau (Ortenaukreis) den mit 20 000 Euro dotierten Christa Seric-Geiger-Preis entgegengenommen. Die Jury honorierte damit das berufliche und ehrenamtliche Engagement der 59-jährigen Medizinerin insbesondere in der Corona-Krise.

Laudatorin Christine Strobl, Programm-Geschäftsführerin der ARD-Tochter Degeto Film in Frankfurt, bezeichnete Federle in den Räumen des Event-Service-Unternehmens Stage concept GmbH als die »würdigste Preisträgerin, die man sich in diesem Jahr in Baden-Württemberg vorstellen kann«. Die Tochter von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Frau des Landesinnenministers Strobl würdigte die Tatkraft der Tübingerin. Sie habe in der Pandemie einfach losgelegt und sich nicht aufhalten lassen. Federle erreichte bundesweite Bekanntheit mit ihrer Schnelltest-Strategie, die zu einem Modell für zahlreiche Initiativen in ganz Deutschland geworden ist. Mit Hinweis auf die vielen Fernsehauftritte Federles und Medienberichten über sie fügte Strobl mit einem Augenzwinkern hinzu, Federle sei »der bunteste Hund, den wir gerade in den Medien erleben«.

Strobl überreichte Federle auch eine von dem Künstler Alija Resic geschaffene goldene Skulptur. Die Notärztin ist die erste Trägerin des Preises. Er ist nach der 2019 verstorbenen Unternehmerin Christa Seric-Geiger benannt und wird von der Kehler Carl-Friedrich Geiger-Stiftung verliehen. Die Auszeichnung ist konzipiert als Preis für Frauen, die Hervorragendes leisten.

In ihrer Dankesrede kündigte Lisa Federle an, das Preisgeld einer gemeinnützigen GmbH zu stiften, die sie zusammen mit ihrer Freundin Sara Hoerr ins Leben ruft. Hoerr ist die Ehefrau des Curevac-Gründers Ingmar Hoerr. Die karitative Initiative will Menschen in Afrika mit Impfstoff gegen Covid19 versorgen. »Wir wollen Menschen helfen, denen es schlechter geht als uns«, sagte Federle. Der Einsatz helfe zugleich aber auch den Menschen in Europa, denn wenn die Pandemie nicht auch auf anderen Kontinenten bekämpft werde, könnte das Virus mutiert zurückkommen.

In einer Videobotschaft gratulierte OB Boris Palmer der Geehrten. Federle sei Tag und Nacht im Einsatz, um in der Pandemie Lösungen zu etablieren. Sie solle jetzt diesen Moment genießen, denn in der Krise seien auch Momente der Freude notwendig. Landrat Joachim Walter befand in einem ebenfalls digitalen Grußwort, das Kuratorium der Stiftung habe »genau die Richtige gewählt«. Federle habe in Tübingen »ganz entscheidend« in der Krise geholfen. (pm)