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Parkgebühren können in Tübingen jetzt digital bezahlt werden

Der Mensch am Smartphone. FOTO: DPA
Der Mensch am Smartphone. FOTO: DPA Foto: dpa-tmn
Der Mensch am Smartphone. FOTO: DPA
Foto: dpa-tmn

TÜBINGEN. Wer in Tübingen einen kostenpflichtigen Stellplatz im Freien nutzt, kann die Parkgebühren ab sofort mit dem Handy zahlen. »Das Bezahlen mit wenigen Klicks auf dem Smartphone spart die lästige Suche nach Kleingeld und macht das Parken bequemer«, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. Wer das Handy-Parken nicht nutzen möchte, kann die Gebühren wie bisher an einem Parkscheinautomaten oder an einer Parkuhr zahlen. Die Gebühren in den jeweiligen Parkzonen sind identisch.

Beim Handy-Parken arbeitet die Stadtverwaltung mit dem Verein »Smartparking-Plattform« zusammen. In dieser Initiative haben sich die führenden Anbieter von Handy-Parksystemen in Deutschland zusammengeschlossen. In Tübingen stehen sieben Anbieter zur Wahl:

  • ParkNow GmbH (BMW und Daimler)
  • sunhill technologies GmbH (paybyphone VW)
  • Yellowbrick GmbH
  • Parkster GmbH
  • stadtraum – Gesellschaft für Raumplanung, Städtebau & Verkehrstechnik mbH (moBiLET)
  • EasyPark GmbH
  • SWARCO Traffic Systems GmbH (PARCO)

Nutzerinnen und Nutzer können einen Anbieter auswählen, dessen App auf dem eigenen Smartphone installieren und sich registrieren. Über die App werden die Parkvorgänge gestartet, beendet und minutengenau abgerechnet. Dadurch zahlt man nur für die Zeit, in der man tatsächlich parkt, und vermeidet Verwarngelder wegen abgelaufener Parkscheine. Hinzu kommt je nach Anbieter eine Zusatzgebühr für das Handy-Parken. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos und digital.

Auf allen Parkscheinautomaten und Parkgebühren in Tübingen werden in den kommenden Tagen Aufkleber angebracht, die auf die Möglichkeit des Handy-Parkens hinweisen. Ob ein Fahrerin oder ein Fahrer ohne Parkschein im Auto die Gebühren digital zahlt, überprüfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes elektronisch: Sie geben das Kfz-Kennzeichen in ein Programm auf ihrem Diensthandy ein und erfahren nach wenigen Sekunden, ob für das Auto ein Handy-Ticket gelöst wurde oder nicht.

Oberbürgermeister Boris Palmer hofft, dass alle Apps zum Handy-Parken in naher Zukunft auch einen Parkplatz-Suchservice anbieten und dadurch helfen, unnötigen Suchverkehr zu vermeiden. »Damit wäre das Handy-Parken nicht nur ein Baustein für mehr Digitalisierung und mehr Bürgerservice, sondern auch für den Klimaschutz«, so Palmer. (pm)