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Palmer will nicht mehr falsch verstanden werden

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) will daran arbeiten, dass er in den sozialen Netzwerken nicht mehr so oft missverstanden wird.

Boris Palmer
Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, aufgenommen bei einem Interview. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv
Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, aufgenommen bei einem Interview. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

TÜBINGEN. Deswegen möchte er auch auf seine Facebook-Follower mehr eingehen, wie er am Montag in Tübingen mitteilte. Palmer hatte eine Woche sein Profil mit jenem des Journalisten Hasnain Kazim getauscht. »Man darf Menschen Fakten nicht einfach vor den Kopf knallen. Man muss einen Rahmen schaffen, in dem sie bereit sind, sich Fakten anzusehen«, bilanzierte Palmer. Künftig wolle er beispielsweise häufiger Fragen stellen.

Palmer und Kazim hatten sieben Tage lang ihre Facebook-Accounts getauscht. Sie wollten herausfinden, wie eine Facebook-Anhängerschaft reagiert, wenn sie mit einer anderen Position konfrontiert wird. Kommentatoren auf Kazims Seite sind Palmer zufolge großteils links und migrationsfreundlich. Palmer selbst sieht sich nach eigenen Angaben von diesem Milieu und seiner eigenen Partei häufig wegen seiner Haltung in der Flüchtlingspolitik kritisiert. Umgekehrt sei die Masse der Kommentatoren auf seiner Seite AfD-nah bis rechtslastig, sagte Palmer. (dpa)