OFTERDINGEN. Schreckmomente am Donnerstagabend im alten Ortskern von Ofterdingen. Eine zehn Meter hohe Flammensäule erleuchtete nach 18 Uhr den Nachthimmel. Im Hinterhof eines Wohnhauses in der Kriegsstraße war ein Feuer ausgebrochen. Ein Carport stand im Vollbrand. Das Ausmaß war zunächst nicht klar. »Eine dynamische Lage«, so Feuerwehrkommandant Matthias Gäbele, der die Mössinger Drehleiter in Bereitstellung nachalarmieren ließ. Beim Eintreffen des ersten Tanklöschfahrzeuges in der Parallelstraße zur Steinlach drohte das Feuer augenblicklich auf eine zweite Garage und ein Wohhaus überzuspringen.
Das wussten die insgesamt 28 Einsatzkräfte aber zu verhindern. Mit drei C-Rohren gingen sie zum Löschangriff über. Zwei Trupps machten eine Riegelstellung, um den Funkenflug auf die angrenzenden Bauten zu verhindern. Das eigentliche Feuer war relativ schnell gelöscht - gelagertes Brennholz war vorzeitig aus noch nicht geklärten Gründen an der falschen Stelle in Brand geraten.
Glück im Unglück hatten die Hausbewohner, weil ihr Fahrzeug zwischen dem brennenden Carport und dem Wohnhaus geparkt war. »Das hat in diesem Fall das Übergreifen des Feuers auf die Fassade verzögert und die Hitze abgestrahlt.« Dadurch hat es den Einsatzkräften Zeit verschafft. Allerdings ist die Fahrerseite durch den Brand erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, so Gäbele, der als Kfz-Technik-Meister den Schaden auf rund 20.000 Euro schätzt - plus den niedergebrannten Carport. Bis zum Einsatzende gegen 20 Uhr räumten die Wehrleute die Brandreste aus und löschten sie ab.
Personen kamen nicht zu Schaden. Eine Bewohnerin wurde vom DRK-Rettungsdienst betreut. Wegen des Vollbrandes hatte die Leitstelle zudem die DRK-Bereitschaften Mössingen-Ofterdingen und Nehren/Gomaringen alarmiert, die mit neun Fahrzeugen anrückten. Die Polizei sperrte den Durchgangsverkehr. (GEA)




