KUSTERDINGEN. Pünktlich eine Minute nach Mitternacht, so hat es Marc Roth gegenüber unserer Zeitung angekündigt, hat der 38-Jährige am heutigen Samstag seine Bewerbung als Bürgermeister der Härtengemeinde eingereicht. Für den gebürtigen Kusterdinger war der Weg nicht weit: Seit 2013 wohnt der liierte Geschäftsführer des Mieterbundes Reutlingen-Tübingen in der Unistadt, wo er einstmals Geschichtswissenschaft studiert hat. Besonders wichtig scheint ihm dabei zu sein, die einzelnen Teilorte für sich zu betrachten. In seinem Schreiben an die »lieben Bürgerinnen und Bürger von Wankheim, Mähringen, Kusterdingen, Jettenburg und Immenhausen« fällt nicht einmal die Bezeichnung »Gemeinde Kusterdingen«, stattdessen spricht Roth lieber von der umgangssprachlichen Härtengemeinde. »Jeder Ort hat seine eigene Seele, seine eigene Tradition und spendet seine ganz eigene Identität für die Menschen, die ihn lebendig machen«, heißt es in dem Schreiben weiter.
Seit 2024 ist Roth hauptamtlicher Geschäftsführer des Mieterbundes, zuvor war der 38-Jährige Büroleiter beim Landtagsabgeordneten Norbert Knopf (Grüne). Roth tritt indes als unabhängiger Kandidat an und betont, kein Mitglied einer Partei zu sein. Der Tübinger bringt eine bunte Ausbildungskarriere mit: 2008 beendete er eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer als jahrgangsbester Geselle der Kreishandwerkerschaft, außerdem absolvierte Roth eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Anschließend arbeitete Roth bei Speditionen in Kanada und Hamburg. »In seiner Freizeit treibt Roth viel Sport und fährt leidenschaftlich Fahrrad. Auch Familie, Freunde, die Arbeit auf dem Gütle, sowie das Entdecken neuer Kulturen spielen eine wichtige Rolle in seinem Leben«, heißt es in einem Schreiben zu seiner Kandidatenvorstellung. Gewählt wird am Sonntag, 19. April. (GEA)

