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Konflikt um Corona-Tests für Mitarbeiter der Tübinger Altenhilfe

Corona-Test
Ein Wattestäbchen eines Corona Abstriches wird in einem Labor bearbeitet. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv
Ein Wattestäbchen eines Corona Abstriches wird in einem Labor bearbeitet. Foto: Oliver Berg/dpa/Archiv

TÜBINGEN. Können die Mitarbeiter der Altenpflege in Tübingen regelmäßig auf Corona getestet werden? Nach Angaben von Boris Palmer bahnt sich ein Konflikt an. Die Landesregierung will die Zahl gering halten, der Tübinger OB hält dies für »komplett unverständlich«. Er plädiert dafür, die Mitarbeiter alle 14 Tage zu testen, und bekommt dabei Unterstützung aus den Fraktionen. Streitpunkt ist die Übernahme der Kosten.

Ernst Gumrich (Tübinger Liste) betonte, seine Fraktion trage Palmers Initiative mit und auch Gerlinde Strasdeit (Linke) sicherte »volle Unterstützung« zu. Wenn das Land versuche, sich aus der Finanzierung davon zu stehlen, werde man vehement widersprechen und notfalls in Eigenregie für Tests sorgen.

Zur Tübinger Altenhilfe gehören das Pauline-Krone-Heim mit 94 Plätzen (plus fünf Kurzzeitpflegeplätzen), das Bürgerheim mit 31 und das Pflegeheim im Teilort Pfrondorf mit 15 Plätzen. Die Tagespflege hält 14 Plätze für Tagesgäste vor. Der ambulante Dienst versorgt über das ganze Jahr kontinuierlich mehr als 70 Kunden.

Geschäftsführerin Anke Baumeister ließ die Gemeinderäte wissen, dass in den Einrichtungen alles mehr oder weniger seinen gewohnten Gang geht. Bisher sei kein Corona-Fall aufgetreten. Den Jahresabschluss billigten die Gemeinderäte hochzufrieden. Es ist kein Defizit aufgetreten, der Jahresüberschuss beträgt fast 6 700 Euro. (-jk)