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Jede Menge Null-Euro-Scheine in Tübingen in Umlauf

»So billig war Geld noch nie zu haben«, freut sich Barbara Honner beim Tübinger Verkehrsverein. In der Unistadt gibt’s seit neuestem täuschend echte Null-Euro-Scheine – als Souvenir und für Sammler in aller Welt.

Die EZB überschwemmt die Märkte mit Geld. Das verzerre die Preise, warnt ein Banker des Traditionsinstituts Metzler. Für Euro
Foto: Jens Wolf/Symbol
Foto: Jens Wolf/Symbol

TÜBINGEN. »Die Idee stammt aus Frankreich«, heißt es bei den Tourismus-Fachleuten. 2015 erschien erstmals eine französische Serie von Null-Euro-Scheinen, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit echten Banknoten aufwies. Das neue Souvenir und Sammlerstück wurde auf echtem Geldpapier mit sämtlichen wichtigen Sicherheitsmerkmalen wie Wasserzeichen, Kupferstreifen, Hologramm, Durchsichtsregister und anderes mehr gedruckt.

Die violette Tübingen-Banknote – so groß wie ein 20-Euro-Schein – ist auf dem gleichen Papier wie echte Banknoten gedruckt und zeigt die Neckarfront auf der Vorderseite. Umsonst ist der Schein nicht. »Aber bei einem Einzelpreis von drei Euro ist es ein relativ günstiges Souvenir«, finden die Tübinger.

5.000 Exemplare wurden gedruckt. Und die Sammler haben sofort nachgefragt. »Der Run hat schon eingesetzt, bevor wir das richtig bekanntgemacht hatten«, sagt Barbara Honner. Vor allem die niedrigen Serien-Nummern waren gefragt. Offenbar gibt’s richtige Blüten-Jäger, die schauen, dass sie schnell an neue Exemplare kommen. In Deutschland war Duisburg Vorreiter, inzwischen gibt’s den Schein auch in Kiel (unter anderem mit dem Motiv der Gorch Fock) und in Köln mit dem Dom. In der Schweiz soll der »Wilhelm Tell« sehr beliebt sein. (GEA)