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Gomaringen hat jetzt auch ein Teilauto

Das hartnäckige Nachfragen einer Kundin hat sich gelohnt: Ab sofort kann in der Wiesazgemeinde ein Fahrzeug gebucht werden. Gemeinde unterstützt zwei Jahre.

Gut geschützt im Parkhaus in der Eisenbahnstraße steht das neue Gomaringer Teilauto. Bürgermeister Steffen Heß, Anita Gaiser und
Gut geschützt im Parkhaus in der Eisenbahnstraße steht das neue Gomaringer Teilauto. Bürgermeister Steffen Heß, Anita Gaiser und Andreas Koppo vom Carsharing-Anbieter Teilauto Neckar-Alb (von links) präsentierten das Fahrzeug. Foto: Irmgard Walderich
Gut geschützt im Parkhaus in der Eisenbahnstraße steht das neue Gomaringer Teilauto. Bürgermeister Steffen Heß, Anita Gaiser und Andreas Koppo vom Carsharing-Anbieter Teilauto Neckar-Alb (von links) präsentierten das Fahrzeug.
Foto: Irmgard Walderich

GOMARINGEN. Die Idee zu einem Gomaringer Teilauto gibt es schon seit vielen Jahren. Der ehemalige VdK-Vorsitzende Bernd Metzler hatte sie zuerst geäußert, erinnert sich Bürgermeister Steffen Heß. Damals sei allerdings das Interesse noch »relativ überschaubar« gewesen. Das hat sich geändert. Ein weißer Toyota des Carsharing-Anbieters Teilauto Neckar-Alb steht nun im Parkhaus in der Eisenbahnstraße und kann ab sofort gebucht werden.

Dabei ist das Fahrzeug eine Übergangslösung. Der Hybrid wird im Februar durch ein Elektroauto ersetzt. Das Fahrzeug sei zwar schon da, sagt Anita Gaiser, Projektmanagerin bei Teilauto, aber nicht die dafür nötige Technik für die Ladestation. Solange wollte niemand warten. Deshalb startete man dem Toyota.

Auslöser für Teilauto war eine Kundin, erzählt Gaiser, die mit Carsharing aufgewachsen ist. Als sie nach Gomaringen zog, hat sie nicht locker gelassen. Immer wieder meldete sie sich bei Gaiser, mit der Frage, was sie tun könne, damit ein Teilauto in ihre neue Gemeinde kommt.

Letztendlich ist es eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Mittlerweile hat Gomaringen zehn Teilauto-Kunden. Das reicht zwar noch nicht, damit es sich für den Carsharing-Anbieter lohnt, aber dazu kam nun eine Anschubfinanzierung von der Gemeinde. Zwei Jahre lang unterstützt Gomaringen das Teilauto mit 2.961 Euro im Jahr. Danach muss es sich selbst tragen. »Wir sind zuversichtlich«, sagt Gaiser. In Dußlingen habe man auch so begonnen. Mittlerweile stehen dort zwei Autos, die gut ausgelastet sind.

Bis zu 20 Haushalte, die insgesamt 1.000 Kilometer im Monat fahren, reichen, damit es für Teilauto lukrativ ist, ein Fahrzeug bereit zustellen. Insgesamt rund 180 Autos hat der Anbieter mittlerweile im Verleih. Über 5.500 Kunden nutzen das Angebot. Teilautos stehen in knapp 15 Gemeinden der Region. Wichtigster Standort ist aber nach wie vor Tübingen.

Für den Ausbau der Elektro-Flotte hat der Carsharer jetzt einen Kooperationsvertrag mit der Fairenergie geschlossen. Das erste Baby dieses jungen Bündnisses wird ab Februar in Gomaringen stehen, so Gaiser. (iwa)

 

www.teilauto-neckar-alb.de