Logo
Aktuell Forschung

Drei Cluster für Tübingen

Eberhard-Karls-Universität schafft Voraussetzungen, sich erneut als Exzellenz-Uni bewerben zu können

An der Uni Tübingen, hier die Neue Aula, freut man sich darüber, dass drei der fünf beantragten Froschungscluster den Exzellenz-
An der Uni Tübingen, hier die Neue Aula, freut man sich darüber, dass drei der fünf beantragten Froschungscluster den Exzellenz-Status bekamen. FOTO: PRIVAT
An der Uni Tübingen, hier die Neue Aula, freut man sich darüber, dass drei der fünf beantragten Froschungscluster den Exzellenz-Status bekamen. FOTO: PRIVAT

TÜBINGEN. Aller guten Dinge sind bei der Uni Tübingen drei. Denn aus den fünf beantragten Exzellenz-Clustern, großen Forschungsprojekten mit Wissenschaftlern aus mehreren Disziplinen, sind drei geworden, die sich durchgesetzt haben. Hinter Hamburg und Bonn, bei denen jeweils vier Cluster in den Exzellenz-Rang erhoben wurden, hat Tübingen damit die meisten eigenen Projekte durchgebracht. Locker wurde damit die Vorbedingung, sich erneut als Exzellenz-Universität bewerben zu können, genommen. Wenigstens zwei Cluster brauchte es, damit der Antrag im Dezember gestellt werden kann. Im Juli nächsten Jahres fällt dann die Entscheidung. Für die vergangen sechs Jahre als Exzellenz-Uni bekam Tübingen 65,9 Millionen Euro überwiesen.

Doch das ist erst mal Zukunftsmusik. Erst mal feierten die Tübinger Wissenschaftler, deren Cluster zu den 57 künftig in Deutschland geförderten zählen. Während sich die Gutachter nicht genügend für das Projekt »Verstehen verstehen« erwärmen konnten, das die Tübinger Literatur- und Sprachwissenschaftler zusammen mit denen der Uni Stuttgart bearbeiten wollten, und auch die Tübinger Bildungsforscher das Nachsehen hatten, durften in anderen Instituten und Fakultäten die Sektflaschen aufgemacht werden.

Maschinelles Lernen in der Wissenschaft, bei dem es um Künstliche Intelligenz geht, ist eines der drei siegreichen Cluster. Die anderen beiden sind im medizinischen Bereich angesiedelt. Zum einen ist das die Individualisierung von Tumortherapien durch molekulare Bildgebung und funktionelle Identifizierung therapeutischer Zielstrukturen, also ein Bereich der Krebsforschung. Zum anderen soll die Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen erkundet werden. Für jeden dieser Cluster, die für sieben Jahre bewilligt sind, fließen jährlich zwischen 10 und 15 Millionen Euro nach Tübingen. (GEA)