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Der künftige Funpark: ein kreativer Ort für Begegnung und Bewegung

Der Gomaringer Gemeinderat treibt die Planungen voran. Ein Wettbewerb soll Ideen liefern. Der Zeitplan ist straff.

Spektakuläre Sprünge: Den alten Funpark gibt’s nicht mehr. Bis 2023 soll ein neuer gebaut werden beim Jugendhaus.archivfoto: Ham
Spektakuläre Sprünge: Den alten Funpark gibt’s nicht mehr. Bis 2023 soll ein neuer gebaut werden beim Jugendhaus.archivfoto: Hammer Foto: Angela Hammer
Spektakuläre Sprünge: Den alten Funpark gibt’s nicht mehr. Bis 2023 soll ein neuer gebaut werden beim Jugendhaus.archivfoto: Hammer
Foto: Angela Hammer

GOMARINGEN. Ein Wettbewerb soll Ideen liefern und Vorschläge für die Umsetzung. Zwei Büros sorgen dabei für die richtige Vorbereitung, betreuen das Verfahren und geben Rat bei der Auswahl. Der Gemeinderat in Gomaringen hat ihnen jetzt dafür den Auftrag erteilt.

Ein kreativer Ort für Begegnung und Bewegung – das schwebt den Gemeinderäten bei der Gestaltung des künftigen Funparks vor. Die Büros Schelhorn und Schreiberplan verfügen über die nötige Erfahrung und wollen den Wettbewerb und die spätere Gestaltung begleiten. Schelhorn hat Ähnliches in Tübingen und Reutlingen betreut. Der Spielplatz in der Nürtingerhofstraße in Reutlingen und der Flowpark – die Skateranlage zwischen Krankenhäusle und Echaz – sind Beispiele für Konzepte, die Schelhorn mitverantwortet hat.

Bürgermeister Steffen Heß sieht die einmalige Chance, auf einem Platz Jugendhaus und Funpark zu verwirklichen und für die Jugendlichen ein tolles Angebot zu schaffen. Der Zeitplan ist straff. Planung und Bau des neuen Jugendhauses samt Funpark und Skateranlage auf dem Sport- und Freizeitgelände Madach-Hägle müssen bis Frühjahr 2023 beendet sein. Sonst müsste man Zuschüsse in Höhe von 675 000 Euro zurückzahlen (wir berichteten). Verlangt wird als Ausgangspunkt ein Wettbewerb zwischen mehreren Büros. Die Fördermittel kommen aus dem Bund-Länder-Programm »Soziale Integration im Quartier«.

Dirk Schelhorn stimmte die Gemeinderäte auf die Zukunft ein. Skater sind vernetzt. »Wenn die in Stuttgart erfahren, was für eine tolle Anlage sie haben, kommen die her.« Er selbst will den Prozess mit Augenmaß begleiten. »Wir müssen nicht New York und Chicago nach Gomaringen bringen – es muss für den Ort passen.« Ähnliches gilt bei der Beteiligung der ehrenamtlichen Kräfte. Die Aufgaben wollen gut bedacht sein. »Was ein Radlader in einer Stunde hinkriegt, sollten nicht 300 Gomaringer Bürger in vier Wochen machen.«

»Wir müssen nicht New York und Chicago nach Gomaringen bringen – es muss für den Ort passen«

Irene Sperl-Schreiber und ihr Büro betreuen das Verfahren für eine Mehrfachbeauftragung. Die Vorschläge werden den Juroren anonym präsentiert. »Dann wird über Lösungen diskutiert und nicht über die Büros.«

Schelhorns Aufwand wird mit 7 300 Euro vergütet. Das Büro Schreiberplan veranschlagt für seinen Teil rund 26 000 Euro. Das Ganze wird weibliche Handschrift tragen, wie beim Blick auf die Büros deutlich wird. Bei Sperl-Schreiber sind nur Frauen beschäftigt, Schelhorn ist in seinem sechsköpfigen Team der einzige Mann. (GEA)