Logo
Aktuell Pandemie

Bürgermeister musste Corona-Party in Gomaringen auflösen

Zum Tatzeitpunkt 1,4 Promille:  Der Angeklagte gab an, sich nicht im Griff zu haben, wenn er Alkohol getrunken hat.  FOTO: WARMU
FOTO: WARMUTH/DPA Foto: dpa
FOTO: WARMUTH/DPA
Foto: dpa

GOMARINGEN. Bürgermeister Steffen Heß hat am Samstagabend vor den Herbstferien ein Gruppentreffen von Jugendlichen in der Buchbachanlage aufgelöst. »Ich war abends noch im Rathaus und musste dort die Fenster schließen, weil von draußen laute Musik herein schallte«, erzählt der Bürgermeister jetzt auf GEA-Nachfrage. Als er mit seinen Erledigungen gegen 21.30 Uhr fertig war, radelte er los, um herauszufinden, woher die Musik kam. »So laut, wie die Musik war, bin ich davon ausgegangen, dass sich das Treffen in der Ortsmitte abspielt. Schließlich bin ich dann aber bis zur Buchbachanlage gefahren«, sagt Heß.

Dort sei er auf eine Gruppe von rund 15 Jugendlichen gestoßen, die sich dort auch getroffen hatte, um Alkohol zu trinken. »Ich bin dann mit den jungen Leuten, die mir zunächst nicht glauben wollten, dass ich der Bürgermeister bin, ins Gespräch gekommen. Ich kann nachvollziehen, dass die Jugendlichen in Zeiten wie diesen auf der Suche nach einem Treffpunkt sind«, sagt Heß. Doch dann sei es besser, wenn Kneipen und Bars geöffnet sind, damit solche Treffen kontrolliert und unter Hygienemaßnahmen erfolgen können. Die jungen Menschen seien nach dem Gespräch mit dem Bürgermeister dann einsichtig geworden und haben die Anlage verlassen, um heim zu fahren. »Dann war die Sache erledigt«, sagt Heß.

Keine großen Vorfälle

Trotzdem hat die Gemeinde in der Woche darauf noch einmal den Sicherheitsdienst beauftragt, der schon im Sommer in Gomaringen, Nehren und Dußlingen unterwegs war. »An dem Wochenende nach dem Vorfall war der Sicherheitsbeauftragte in Nehren und Gomaringen unterwegs. Ein paar Leute sind dabei aufgefallen, aber nichts Großes«, sagt Heß.

Insgesamt sei Heß damit zufrieden, wie sich die Gomaringer an die Corona-Auflagen halten. »Das Problem ist einfach, dass niemand greifen kann, wer erkrankt ist und wer nicht. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen sich an die Regeln halten«, sagt Heß. (GEA)