Logo
Aktuell Musikschultage

Übers Hören kennenlernen

Bei den Mössinger Musikspieltagen geht es auch darum, Begeisterung für die Musik zu wecken.

Die Begeisterung für Musik wecken: Ein breites musikalisches Spektrum präsentierte die Jugendmusikschule Steinlach mit ihren 1 2
Die Begeisterung für Musik wecken: Ein breites musikalisches Spektrum präsentierte die Jugendmusikschule Steinlach mit ihren 1 200 Schülerinnen und Schülern den Besuchern der Musikschultage. FOTO: BERNKLAU
Die Begeisterung für Musik wecken: Ein breites musikalisches Spektrum präsentierte die Jugendmusikschule Steinlach mit ihren 1 200 Schülerinnen und Schülern den Besuchern der Musikschultage. FOTO: BERNKLAU

MÖSSINGEN. Stets umrahmen die Konzerte der vielen eigenen Ensembles die Mössinger Musikschultage. Aber das Herz ist nicht nur für Schulleiter Wolfgang Schnitzer das sogenannte »Sitzkissenkonzert« für Kinder, die mal an der Musik und ihren Instrumenten schnuppern wollen. Da ist das Publikum das Wichtigste. Wie immer war die Aula des Quenstedt-Gymnasiums sehr gut besucht am Samstag, vor allem mit den vielen Kleinsten ab dem Vorschulalter und ihren Eltern.

Der Titel »TRIS« steht für die drei instrumentalen (Streich-)Ensembles, die mit ihrem gut besuchten Eröffnungskonzert am Freitagabend das Präludium zum Wochenende der Jugendmusikschule Steinlach gaben: Junior-, Nachwuchs- und Jugendorchester. Die Leitung hatten Katja Schönwitz, Michael Gusenbauer und Dietrich Schöller-Manno. Als Solistinnen in Konzertsätzen von Joseph Haydn glänzten Tamara Burkhardt, Deborah Gut und Benjamin Stoll mit Violine und Cello und Kontrabass zwischen Werken von Franz Schubert (»Deutsche Tänze«), Ludwig van Beethoven (»Coriolan«-Ouvertüre), Ernest Bloch (»Jewish Prayer« für Solo-Kontrabass und Streicher), Johann Strauß sowie Nino Rota mit der Filmmusik zum Mafia-Epos »Der Pate«.

Altersgerechte Einführung

Die Gesamtleitung des Sitzkissenkonzerts am Samstagvormittag oblag Gabriele Grieshaber-Haupt. Sie führte altersgerecht behutsam und bildhaft in die Werke ein und stellte neben den Komponisten auch die Instrumente und die vielen Interpreten vor.

Vor allem die jüngeren unter den rund 1 200 Schülern und Schülerinnen der Steinlach-Musikschule, die sich schon vor Publikum trauen, wollten mit ihrem Spaß an der Musik bei den Allerkleinsten auch ein bisschen werben für das – neben dem Sport – schönste und vielleicht wichtigste aller schulischen Nebenfächer und privaten Hobbys.

Zunächst »übers Hören kennenlernen«, so Schulleiter Wolfgang Schnitzer, sollten die höchst aufmerksamen und neugierigen Kinder die Welt der Musik. Ein erster Beitrag mit dem Kinderchor und Klavierbegleitung sowie dem Papageno-Motiv der Piccoloflöte gab einen Vorgeschmack auf Mozarts »Zauberflöte«, die dieses Schuljahr in einer Bearbeitung einstudiert wird. Ein Streichtrio und das Kontrabass-Duo von Raik Jürgens und seinem Lehrer Steffen Hollenweger mit dem »Fluch der Karibik« gingen den Bläsern mit Rossini und eher Jazzigem voran, wobei neben Trompete, Tuba und Hörner auch das eher seltene Euphonium vorgestellt wurde. Ein Zwischenspiel lieferten die Gitarren. Blockflöten, Fagotte und Klarinette vertraten die Instrumentengruppe der Holzblasinstrumente, und schließlich zeigte ein virtuoses Schlagzeuger-Trio die Möglichkeiten von Marimbafon und Vibrafon.

Blasorchester und Bläserklasse

Dann stellte sich der Kinderchor für das Schlusslied »Ich bin ein Musikante« auf, in das alle einstimmen durften, bevor der Musikschulleiter zum Ausprobieren in die Fachräume im Obergeschoss einlud. »Trotz der Hitze super besucht« fand Wolfgang Schnitzer das Sitzkissenkonzert.

Und das galt auch für die Sonntagsmatinee zum krönenden Abschluss der Musikschultage, ein Partnerschaftskonzert des Sinfonischen Blasorchesters der Jugendmusikschule mit den Bläserklassen der Friedrich-List-Gemeinschaftsschule. Die Leitung teilten sich Jörg Günter, Michael Koch, Dore Frank und Christoph Zolg, die den begeisterten Beifall auch gern mit all ihren jungen Musikern teilten. (GEA)