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Aktuell Polizeimeldung

Elfjähriger fällt nicht auf Betrüger herein

In letzter Zeit häufen sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen wieder die Anrufe, in denen sich Betrüger als nahe Angehörige, Polizeibeamte oder andere Amtspersonen ausgeben und versuchen, ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld und Schmuck oder zur Überweisung eines Geldbetrags zu bewegen.

Polizeiwagen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Symbolbild
Polizeiwagen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Symbolbild
Polizeiwagen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Symbolbild

REUTLINGEN. Im Falle des sogenannten Enkeltrickbetrugs behaupten die Anrufer, in einer Notlage zu sein und das Geld beispielsweise zur Verhinderung einer Haftstraße oder für einen Immobilienkauf dringend zu benötigen.

Wenn sich vermeintliche Polizeibeamte melden, gaukeln die Betrüger häufig vor, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei und die Polizei weitere Täter geschnappt habe. Mit der Behauptung, es stehe ein Einbruch unmittelbar bevor und das Ersparte sei deshalb Zuhause sowie auf der Bank nicht mehr sicher, sollen die Opfer zur Übergabe ihrer Wertsachen an die angeblichen Polizeibeamten gebracht werden.

Ein elfjähriges Kind aus einer Reutlinger Kreisgemeinde hat am Donnerstagabend in einer solchen Situation genau richtig reagiert und sich von dem Betrüger nicht täuschen lassen. Der Junge befand sich allein Zuhause, als ein Mann an der Haustür klingelte. Der Elfjährige öffnete richtigerweise nicht, sondern fragte über die Gegensprechanlage nach dem Anliegen des Unbekannten. Dieser stellte sich als Polizeibeamter vor und tischte dem Bub die frei erfundene Geschichte mit den festgenommenen Einbrechern auf und verlangte zur Abholung der Wertsachen Einlass. Der Junge blieb skeptisch und forderte den Betrüger auf, durch ein Fenster den Dienstausweis vorzuzeigen. Selbst nachdem dieser einen gefälschten Polizeiausweis vorgezeigt hatte, öffnete der Elfjährige nicht. Der Betrüger zog daraufhin ohne Beute von dannen.

Auch in den anderen Fällen reagierten die Opfer glücklicherweise richtig, gingen nicht auf die Forderungen ein und zeigten den Betrugsversuch beim nächsten Polizeirevier oder Polizeiposten an, sodass bislang kein Schaden entstand. (pol)