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Aktuell Polizeimeldung

Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter als Betrüger in Kirchentellinsfurt

Ein Mann tippt auf einer Tastatur
Ein Mann tippt auf einer Tastatur eines Laptops. Foto: Silas Stein/Archivbild
Ein Mann tippt auf einer Tastatur eines Laptops. Foto: Silas Stein/Archivbild

KIRCHENTELLINSFURT. Sie melden ein angebliches Problem mit dem Computer und haben tatsächlich nur eines im Sinn: An das Geld der Bürgerinnen und Bürger zu kommen. Ein solcher Anrufer meldete sich am Dienstag unaufgefordert bei einem 57 Jahre alten Mann und gab sich als angeblicher Mitarbeiter der Softwarefirma Microsoft aus. Er behauptete, dass Hacker seinen Computer zu Straftaten nutzen würden. Was dann kam, glich einer schon seit längerer Zeit bekannten Betrugsmasche: Regelmäßig bieten die Anrufer die Säuberung des PC mit einer Fernwartungssoftware an. Für die Behebung der angeblichen Probleme wird eine Gebühr in variabler Höhe verlangt. Außerdem werden die Opfer überredet, Geheimzahlen oder Kreditkartendaten herauszugeben oder Geld per Western Union zu überweisen. Der Kirchentellinsfurter ließ sich nach einem zweistündigen Gespräch in englischer Sprache überzeugen und gab seine Daten preis. Binnen Minuten gelang es dem Betrüger, eine Online-Banking-Transaktion durchzuführen, worauf das Konto des Mannes mit mehreren hundert Euro belastet wurde.

Die Polizei warnt dringend davor, auf derartige Anrufe einzugehen. Kein Mitarbeiter einer seriösen Softwarefirma wird unaufgefordert bei Privatpersonen anrufen und die Behebung von Problemen anbieten, die vor dem Anruf noch gar nicht bekannt waren. Lassen Sie sich deshalb von den Unbekannten nicht in ein Gespräch verwickeln und gehen Sie keinesfalls auf irgendwelche Angebote zur Installation einer Software oder Fernwartung ein. Geben Sie nie Konto-, Kreditkartendaten oder Passwörter preis und lehnen Sie Geldüberweisungen ab.

Wenn Sie Opfer einer derartigen Straftat geworden sind, erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Damit helfen Sie zu verhindern, dass noch andere Menschen Opfer von dreisten Betrügern werden. (dpa)