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Was die Fans des SSV Reutlingen zum Rauswurf von Trainer Rus sagen

Bei den Fans des Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen hat der Rauswurf von Cheftrainer Teodor Rus für Unverständis gesorgt.

Enttäuscht: Reutlingens Trainer Teodor Rus.   FOTO: EIBNER
Enttäuscht: Reutlingens Trainer Teodor Rus. FOTO: EIBNER
Enttäuscht: Reutlingens Trainer Teodor Rus. FOTO: EIBNER

REUTLINGEN. Fans des SSV Reutlingen erleben derzeit eine schwere Zeit: Seit acht Spielen hat ihr Team in der Fußball-Oberliga nicht mehr gewonnen. Die Anhänger quittierten dies zuletzt mit ihrer Abwesenheit. Am vergangenen Samstag kamen gegen den 1. Göppinger SV nur noch 748 Zuschauer ins Stadion an der Kreuzeiche. Die Vereinsverantwortlichen reagierten auf die Talfahrt in der Tabelle vom ersten auf den mittlerweile neunten Platz und warfen Cheftrainer Teodor Rus raus, der während der Rückrunde 2017/18 das Amt übernahm. Ein Großteil der SSV-Fans hält das für die falsche Entscheidung, wie ein Blick in die Sozialen Medien zeigt.

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Rus sei der fähigste Trainer seit Jahren gewesen, schreibt ein Fan auf der Facebook-Seite des SSV und erntet dafür breite Zustimmung. Tatsächlich hat Rus sogar den besten Punkteschnitt (1,79) seit Armin Veh (1,80), der von 1998 bis 2002 als Reutlinger Trainer den Club in die Zweite Liga führte. Rus ist »das Opfer für eine Mannschaft, die leider zu großen Teilen keinen Charakter hat. Der SSV scheint untrainierbar zu sein.«

Fast 100 Likes bekommt ein anderer Fan für seine Meinung, Rus habe aus der Mannschaft das Maximum herausgeholt. In der Hinrunde und am Anfang der Rückrunde mischte der SSV ganz oben mit. Dann kam der Negativtrend, den auch Rus nicht umkehren konnte. Doch die Trennung von Rus halten viele Fans für vorschnell.

»In wenigen Wochen wurde auf jeder Ebene die komplett Arbeit kaputt gemacht, die Rus und schon Class mühsam aufgebaut und angefangen haben«, beklagt sich ein Anhänger. »Jedes Jahr machen wir den gleichen Fehler und verpassen es, auf den wichtigen Positionen Kontinuität zu schaffen.« In neun Jahren Oberliga hat der SSV nun schon zehn Trainer verbraucht.

Der bisherige Co-Trainer Volker Grimminger ist die Nummer elf. Das SSV-Urgestein übernimmt bis Saisonende interimsweise. Ihrem »Volle« wünschen die SSV-Fans auf Facebook viel Glück und viel Erfolg. Einmal saß Grimminger bereits als »Chef« auf der Bank. Am 13. Spieltag vertrat er den erkrankten Rus im Heimspiel gegen den Bahlinger SC. Der SSV gewann 1:0. (GEA)