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Aktuell Weinlese

Traubenlese mit OB Keck: So fein wird der Reutlinger Weinjahrgang 2021

Was die durstige Bürgerschaft davon hat, wenn Bürgermeister und Räte heute bei der Weinlese im städtischen Weinberg am Steilhang arbeiten.

OB Thomas Keck gefällt's prima im Weinberg.
OB Thomas Keck gefällt's prima im Weinberg. Foto: Stephan Zenke
OB Thomas Keck gefällt's prima im Weinberg.
Foto: Stephan Zenke

REUTLINGEN. Durstige Bürger können sich auf mehr als einen guten Reutlinger Weinjahrgang 2021 freuen. Bei der Traubenlese im städtischen Weinberg am Schönen Weg auf der Achalm gibt es am Dienstag nur lachende Gesichter vom Oberbürgermeister über Gemeinderäte bis hin zu den anderen zahlreichen Hangarbeitern. Denn die Trauben sind reif, und es wird aus ihnen auch mehr als bisher gemacht.

Verführerisch süß und fruchtig schmeckt jetzt der unvergorene rötliche »Traubensaft Reutlinger Sommerhalde«, der neben diversen Weinen und Sekt mit dem Etikett der Stadt Reutlingen in den Verkauf kommt. Zu haben sind die Flaschen sowohl an der Rathauspforte als auch in der Tourist-Information am Marktplatz. Weinkenner sprechen davon, der Reutlinger Wein sei etwas Trinkbares im Glas. Doch bis der Jahrgang 2021 so weit ist, wird es noch etwas dauern.

Reutlinger Gemeinderäte wie Sozialdemokrat Helmut Treutlein überzeugen sich persönlich, wie hoch die Trauben hängen.
Reutlinger Gemeinderäte wie Sozialdemokrat Helmut Treutlein überzeugen sich persönlich, wie hoch die Trauben hängen. Foto: Stephan Zenke
Reutlinger Gemeinderäte wie Sozialdemokrat Helmut Treutlein überzeugen sich persönlich, wie hoch die Trauben hängen.
Foto: Stephan Zenke

Höchstpersönlich misst OB Thomas Keck am Dienstag das Mostgewicht der frisch geernteten Portugieser- und Müller-Thurgau-Trauben. Das sieht gut aus: mehr als 70 Grad Öchsle bei den Roten und über 80 bei den Weißen. Etwas mehr als im vergangenen Jahr. Die Weinlese ist ein überparteiliches Ereignis. Jede Gemeinderatsfraktion konnte zwei Vertreter an die Achalm entsenden. So schneiden bei strahlendem Sonnenschein in einem Weinberg der SPD Fraktionschef Helmut Treutlein auf der einen Seite sowie AfD-Stadtrat Hansjörg Schrade auf der anderen Seite die Reben ab. Die Arbeit unter freiem Himmel ist eine entspannende Form von Kommunalpolitik.

Neu im Angebot ist unvergorener Traubensaft, der sehr fruchtig und süß schmeckt.
Neu im Angebot ist unvergorener Traubensaft, der sehr fruchtig und süß schmeckt. Foto: Stephan Zenke
Neu im Angebot ist unvergorener Traubensaft, der sehr fruchtig und süß schmeckt.
Foto: Stephan Zenke

Finanzbürgermeister Alexander Kreher sieht anders als in der Realität des städtischen Haushalts beim Wein nur erfreulich schwarze Ziffern. Ganz bestimmt sei der Rotwein nicht in den roten Zahlen. »Je nachdem, wie sie rechnen«, merkt Kreher verschmitzt an. Doch die Wertschätzung des Kulturguts Wein und seiner Lese seien letztlich kaum in nüchternen Zahlen zu fassen. »Wein ist Lebensmittel«, freut sich OB Keck, der mit Jeans und Wanderschuhen sowie kariertem Hemd hörbar gerne in der Natur arbeitet: »Ich find’s toll.«

Vom städtischen Weinberg aus hat man einen herrlichen Blick runter ins Tal sowie auf das Portal des Scheibengipfeltunnels.
Vom städtischen Weinberg aus hat man einen herrlichen Blick runter ins Tal sowie auf das Portal des Scheibengipfeltunnels. Foto: Stephan Zenke
Vom städtischen Weinberg aus hat man einen herrlichen Blick runter ins Tal sowie auf das Portal des Scheibengipfeltunnels.
Foto: Stephan Zenke

Etwas mehr als eine Tonne Trauben werden jedes Jahr am Steilhang neben den Großkopfeten von Mitarbeitern des städtischen Forstbetriebes samt Auszubildenden geerntet. Verarbeitet werden die Früchte dann im Weingut der Stadt Stuttgart. So um die 3.000 Flaschen werden wohl wieder herauskommen. (GEA)

Gut eine Tonne Trauben werden an der Achalm geernet. Die Verarbeitung erfolgt im Weingut der Stadt Stuttgart.
Gut eine Tonne Trauben werden an der Achalm geernet. Die Verarbeitung erfolgt im Weingut der Stadt Stuttgart. Foto: Stephan Zenke
Gut eine Tonne Trauben werden an der Achalm geernet. Die Verarbeitung erfolgt im Weingut der Stadt Stuttgart.
Foto: Stephan Zenke