REUTLINGEN. Das neue Jahr 2026 ist noch jung, das Reutlinger Rathaus ist gerade noch in Feiertagsruhe, da meldet sich der Verwaltungschef in einem Video auf Instagram. Ein wütender und schimpfender Oberbürgermeister Thomas Keck ist da zu sehen. Er steht an einem großen Haufen Müll, der hauptsächlich aus grauen Plastikplanen besteht, und regt sich über diejenigen auf, die für diese illegale Ablagerung verantwortlich sind.
Zunächst verortet der OB den Müllhaufen. Er befinde sich an einem Feldweg zwischen den Reutlinger Ortsteilen Betzingen und Degerschlacht. Dann kommt Keck aber gleich zur Sache: »Es ist eine große Menge Plastikmüll, abgelagert auch noch in einem Graben, der wichtig ist für die Ableitung des Oberflächenwassers.« Das sei ein »unglaublicher Umweltfrevel«, schimpft er gleich mehrfach und zeigt sich wütend darüber, wie so etwas überhaupt unbemerkt geschehen konnte. Damit habe die Stadtverwaltung »des Öfteren zu tun« und müsse das jedes Mal auf Kosten der Stadtkasse fachgerecht entsorgen.
»Wer sieht, dass illegaler Müll abgelagert wird, bitte sofort einschreiten«
Am Ende des mehrminütigen Videos ruft er alle dazu auf, dem Bürgermeisteramt zu melden, wer die Verursacher der Müllablagerung sind. Außerdem sagt OB Keck: »Wer sieht, dass illegaler Müll abgelagert wird, bitte sofort einschreiten und diejenigen, die das tun, daraufhin ansprechen.« Wer so etwas beobachte, solle auch unbedingt das Autokennzeichen der Übeltäter notieren.
Zum Schluss ruft ein sichtlich wütender Oberbürgermeister in die Kamera: »Das ist ein verantwortungsloser Umgang mit unserer Umwelt.« Leider komme das häufiger vor. (GEA)

