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Aktuell Lokführerstreik

In Betzingen, Sondelfingen, Reutlingen-West und Tübingen-Lustnau hält kein Zug

Ein Lokführerstreik sorgt bis Dienstag für Zugausfälle. Das trifft auch die viel befahrene Strecke zwischen Metzingen, Reutlingen und Tübingen.

So sah der Reutlinger Bahnhof beim vergangenen Bahnstreik aus.
So sah der Reutlinger Bahnhof bei einem vergangenen Bahnstreik aus. Foto: Markus Niethammer
So sah der Reutlinger Bahnhof bei einem vergangenen Bahnstreik aus.
Foto: Markus Niethammer

REUTLINGEN. Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn (DB) hat am Donnerstagmorgen begonnen. Die Lokführer haben trotz eines neuen Angebots der DB ihre Arbeit niedergelegt. Nach bisherigen Plänen soll der Ausstand bis Dienstagmorgen dauern. Der Ersatzplan sei zwar gut angelaufen, wie eine Sprecherin der Bahn mitteilte, trotzdem sorgt der Streik für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen in Baden-Württemberg. Auch Fahrgäste in Reutlingen, Tübingen und Metzingen sind betroffen.

Gestrichen ist der Betrieb der Regionalbahn 63, auch bekannt als Ermstalbahn. Normalerweise verkehrt sie zwischen Tübingen und Bad Urach, hält dabei in Lustnau, Kirchentellinsfurt, Wannweil, Betzingen, Reutlingen-West, Reutlingen Hauptbahnhof, Sondelfingen und Metzingen. Einen Ersatzfahrplan gibt es nicht. Gleiches würde auch für die Ammertalbahn, die von Tübingen nach Herrenberg fährt, gelten. Wegen Bauarbeiten ist auf dieser Strecke derzeit aber ohnehin kein Betrieb.


Die Ammertalbahn zwischen Herrenberg und Tübingen sowie die Ermstalbahn zwischen Tübingen und Metzingen werden von der Deutschen Bahn betrieben. Foto: Deutsche Bahn

Alle weiteren Züge, die von Tübingen über Reutlingen und Metzingen nach Stuttgart fahren, werden von Abellio betrieben. Sie sind von dem Streik nicht unmittelbar betroffen, heißt es auf der Firmenwebsite. Streikbedingte Auswirkungen im laufenden Abellio-Betrieb könnten jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, da zum Teil auch der Konzernbereich DB Netz, der für die Schieneninfrastruktur verantwortlich ist, bestreikt werden soll. Durch die Streikmaßnahmen bei der DB könne es folglich zu besetzten Gleisen, Abstellungen sowie unbesetzten Stellwerken kommen. "Wir bitten unsere Fahrgäste, sich vor Fahrtantritt auf www.abellio.de, www.bahn.de oder über den DB Navigator über ihre jeweilige Verbindung zu erkundigen", sagte Pressesprecherin Hannelore Schuster.

Bahnhöfe vom Schienenverkehr abgeschnitten

Schon beim Streik vergangene Woche kündigte das Unternehmen an, seine Kapazität erhöhen zu wollen. Limitierende Faktoren seien jedoch eine begrenzte und nach wie vor unvollständige Fahrzeugflotte sowie die Bahnsteiglängen einiger Bahnhöfe. Wegen des streikbedingten Ausfalls der Regionalbahn 63 hält der Regionalexpress 12 von Abellio zwischen Reutlingen und Tübingen zusätzlich in Kirchentellinsfurt und Wannweil. Vom Schienenverkehr abgeschnitten bleiben jedoch die Bahnhöfe Lustnau, Betzingen, Reutlingen-West und Sondelfingen.

Die Verbindungen der Schwäbischen Alb-Bahn (SAB) und der Hohenzollerischen Landesbahn (HZL)  fahren Stand heute planmäßig. Hier kann es höchstens dann zu Verspätungen kommen, wenn GDL-bestreikte Züge die Gleise belegen und eine Weiterfahrt von SAB- und HZL-Zügen nicht möglich wäre. (GEA)