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Aktuell Landwirtschaft

Hitze und Dürre: Bauern in der Region mit blauem Auge davongekommen

Am Dienstag hatte der Kreisbauernverband zum jährlichen »Ernte-Pressegespräch« geladen, »um auf die Situation der Bauern im Landkreis hinzuweisen«, erläuterte Gebhard Aierstock.

Der Kreisbauernverband informierte über die aktuelle Situation in Sachen Ernte in der Region.
Der Kreisbauernverband informierte über die aktuelle Situation in Sachen Ernte in der Region. Foto: Norbert Leister
Der Kreisbauernverband informierte über die aktuelle Situation in Sachen Ernte in der Region.
Foto: Norbert Leister

KREIS REUTLINGEN. Zusammen mit Eberhard Müllerschön zeigte der Kreisbauernverbandsvorsitzende zwei Maiskolben in die Kamera – als Beweis, dass die Region noch »mit einem blauen Auge davongekommen ist«, so Aierstock. Die Getreideernte sei durchschnittlich mit guter Qualität gewesen, beim Mais gebe es regionale Unterschiede – so wie es vor allem bei der Getreideernte in ganz Deutschland große Differenzen zwischen dem Norden und Osten der Republik (wo es seit Monaten nicht mehr geregnet hatte) sowie dem Süden gab. In den nördlicheren Regionen könne maximal mit Getreide-Ernteerträgen von 30 Prozent gerechnet werden.

Zum Thema Biodiversität verteidigten sich die Bauern im Kreis und betonten, dass die Landwirtschaft nicht allein am Insektensterben schuld sei. Nächtliche Lichtquellen müssten bei dem Thema ebenfalls erwähnt werden – und außerdem würden die Landwirte ja nun Blühstreifen an Ackerrändern einrichten. Gefordert seien da aber auch alle Gartenbesitzer, betonte Landfrauenverbands-Vorsitzende Pia Münch: »Auch die könnten Blumenmischungen ausbringen, die für Insekten gut sind.« Der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm wollte zudem die Kommunen in die Pflicht nehmen: »In den Grünbereichen der Gemeinden könnte auch viel für die Biodiversität getan werden.« (GEA)