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Aktuell Einsatz

Großübung von Feuerwehr und Rettungsdiensten im Scheibengipfeltunnel

Einsatzübung im Scheibengipfeltunnel
Feuerwehrfahrzeug bei der Einsatzübung im Scheibengipfeltunnel. Foto: Stephan Zenke
Feuerwehrfahrzeug bei der Einsatzübung im Scheibengipfeltunnel.
Foto: Stephan Zenke

REUTLINGEN. Wenn's nach einem schweren Unfall im Tunnel brennt, ist das eine besonders schlimme Sache. Genau diesen laut Reutlingens Feuerwehrkommandant Michael Reitter »schlimmsten Fall« haben am Samstagnachmittag 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei im und um den Scheibengipfeltunnel geübt.

Die Planer des Probeeinsatzes hatten sich dabei ein Szenario ausgedacht, das jeden der 1910 Meter des Tunnels für alle Beteiligten so anspruchsvoll wie möglich machte: »In der Tunnelanlage ist es gegen 15:45 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Fahrzeugen gekommen, in dessen Folge eines der beiden Fahrzeuge im Motorbereich Feuer fing. Einer der beteiligten Fahrer setzt einen Notruf ab und informiert so die intergrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Reutlingen über den Verkehrsunfall«, schreibt das Drehbuch der Einsatzübung. Dabei bleibt es aber nicht.

Weitere Folgeunfälle machen die Einfahrt in die Tunnelröhre für die anrückenden Löschzüge aus Reutlingen, Pfullingen und Eningen teilweise unmöglich. Dies zu erkennen, ist eine der Herausforderungen an die Einsatzleitung vor Ort. Wie die Verantwortlichen reagieren, welche Entscheidungen sie fällen, ob die Kommunikation mit den neuen digitalen Funkgeräten klappt sowie vieles mehr wird von 30 Beobachtern dokumentiert.

Der einsatztaktische Schwerpunkt der Übung liegt auf dem reibungslosen Zusammenspiel aller Hilforganisationen. So baut etwa das Rote Kreuz auf einer Anhöhe neben dem Südportal einen Verletztensammelplatz auf. Denn die Rettung und Versorgung vieler Verletzten sowie aus dem Tunnel zu holenden Menschen ist ein weiterer Inhalt der Übung. Die Auswertung der Ergebnisse und Beobachtungen wird noch viele Wochen lang dauern. Grundsätzlich zeigte sich Feuerwehrkommandant Reitter aber zufrieden.

Runde drei Stunden lang hat die Einsatzübung gedauert. Der normale Autoverkehr wurde währenddessen so wie früher durch die Stadt umgeleitet - und das hat zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen geführt. (GEA)