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Eklat: Vermeintlicher Brandstifter verlässt Verhandlung vorzeitig

Der Angeklagte, der im vergangenen Sommer an der Esso-Tankstelle in der Konrad-Adenauer-Straße mit Benzin ein Feuer entfacht haben soll, erklärte dem Amtsrichter, jetzt genug gehört zu haben und lieber gehen zu wollen.

Statue der Justitia an der Fassade des Amtsgerichts Reutlingen. Justitia ist die Personifikation für Gerechtigkeit und Rechtspf
Statue der Justitia an der Fassade des Amtsgerichts Reutlingen. Justitia ist die Personifikation für Gerechtigkeit und Rechtspflege. Foto: Pieth
Statue der Justitia an der Fassade des Amtsgerichts Reutlingen. Justitia ist die Personifikation für Gerechtigkeit und Rechtspflege. Foto: Pieth

REUTLINGEN. Richter Eberhard Hausch ließ dem 65-Jährigen, der seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft sitzt, die Handschellen anlegen und ließ ihn abführen. Die Verhandlung ging ohne den Angeklagten mit der Vernehmung von 13 Zeugen weiter, die bestätigten, was eine Videokamera aufgezeichnet hatte: Der Mann hatte eine Tankpistole aus der Zapfsäule genommen, mehrere Liter Sprit auf dem Boden vergossen und die Lache mit einem benzingetränkten Lappen entzündet. Ein Tankwart konnte die Flammen mit dem Inhalt eines Feuerlöschers ersticken, ohne dass ein nenneswerter Schaden entstanden war. Trotz der erdrückenden Beweislast streitet der Angeklagte die Tat ab.

Ein Urteil ist am dritten und letzten Verhandlungstag zu erwarten (Montag, 20. Januar, 13.30 Uhr, Amtsgericht Reutlingen). Ob der Angeklagte dabei ist, bleibt abzuwarten. Richter Hausch kündigte an, ihn vorführen zu lassen. Dass er ihn den Rest des Lebens hinter Gitter schicke, das könne sich der Angeklagte jedoch abschminken. (GEA)