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Aktuell Bürgermeisterwahl

Zwei Konkurrentinnen für Betz in Gomadingen

Gestern endete in Gomadingen die Bewerbungsfrist. Drei Kandidaten wollen ins Amt

Bürgermeister Klemens Betz bewirbt sich in Gomadingen für seine vierte Amtszeit.
Bürgermeister Klemens Betz bewirbt sich in Gomadingen für seine vierte Amtszeit. Foto: Joachim Lenk
Bürgermeister Klemens Betz bewirbt sich in Gomadingen für seine vierte Amtszeit.
Foto: Joachim Lenk

GOMADINGEN. Gleich am ersten Tag der Bewerbungszeit – am 17. Februar – hatte Amtsinhaber Klemens Betz seine Unterlagen für die Gomadinger Bürgermeisterwahl abgegeben. Vor Ablauf der Frist am gestrigen Montag hat er Konkurrenz bekommen: Alexandra Alth aus Gomadingen hat, wie sie gestern mitteilte, am vergangenen Dienstag ihre Bewerbung bei Michael Simmendinger, der dem Gemeindewahlausschuss vorsitzt, eingereicht. Außerdem will Fridi Miller, die jüngst in diversen Gemeinden als Dauerkandidatin und als schönste Alternative zu Angela Merkel antrat, auch Bürgermeisterin in Gomadingen werden.

Damit werden am Sonntag, 22. April, voraussichtlich drei Namen auf dem Wahlschein stehen. Die Entscheidung darüber, wer es auf den Wahlschein schafft, obliegt dem Gemeindewahlausschuss, der am Mittwoch, 28. März, um 18 Uhr im Rathaus zusammenkommt, um die Bewerbungen auf ihre Vollständigkeit zu prüfen. Des Weiteren wird das Gremium darüber entscheiden, ob es noch eine Kandidatenvorstellung geben wird.

Für Klemens Betz wäre es im Falle einer Wiederwahl die vierte Amtszeit. Bevor er Bürgermeister der Lautertalgemeinde geworden ist, war er Kämmerer im Gomadinger Rathaus. Alexandra Alth hingegen beschritte als Bürgermeisterin berufliches Neuland: Die 35-Jährige, die seit zwölf Jahren in Gomadingen lebt, ist gelernte IT-Systemelektronikerin und arbeitet als IT-Architektin. Das Internet war es auch, das letztlich Stein des Anstoßes für ihre Bewerbung war: In Sachen Breitbandausbau vermisse sie in Gomadingen ein »sinnvolles zukunftsweisendes Gesamtkonzept«.

Alexandra Alth lebt seit zwölf Jahren in Gomadingen und möchte dort jetzt auch Bürgermeisterin werden.
Alexandra Alth lebt seit zwölf Jahren in Gomadingen und möchte dort jetzt auch Bürgermeisterin werden. Foto: Unbekannt
Alexandra Alth lebt seit zwölf Jahren in Gomadingen und möchte dort jetzt auch Bürgermeisterin werden.
Foto: Unbekannt

Auch die nicht-digitale Infrastruktur der Kommune – Straßen, Wasserleitungen und Kanäle – hält sie für ausbaufähig, ebenso die Kommunikation zwischen Rathaus und Bürgern. Vor allem die Teilorte, so ihr Eindruck, fühlen sich bisweilen vernachlässigt. Die parteilose Kandidatin hat zwei Hunde, begeistert sich für den Reitsport und fürs Grillen: Sie ist Jurorin bei der »German Barbecue Association« und Food-Bloggerin.

In Gomadingen saniert sie derzeit ihr Haus, Baujahr 1952, in Eigenregie, weshalb auch das Thema erneuerbare Energien für sie eines ist, mit dem sie sich intensiv befasst. Als branchenfremde Bewerberin sieht sie sich »ohne die Scheuklappen, die viele aufhaben, die schon jahrelang im Verwaltungsapparat drin sind«, nicht im Nachteil. Sollte bei dem Wahlgang am 22. April keiner der beiden Bewerber die erforderliche Stimmenmehrheit bekommen, ist die Neuwahl auf Sonntag, 6. Mai, terminiert. Dann hätten Interessenten am Gomadinger Bürgermeisterposten von Montag, 23. April, an nochmals die Chance, sich zu bewerben. Diese Frist endet am Montag, 25. April, um 18 Uhr. (GEA)